Stimmen zum Challenge Roth
Der Franzose pulverisiert den erst im April aufgestellten Rekord des Norwegers Kristian Blummenfelt, der in Roth Zweiter wird / Die Schweizerin Alanis Siffert siegt souverän
Rennleiter Felix Walchshöfer:
„Wir haben mit über 300.000 Zuschauern einen neuen Besucherrekord, wie uns die Polizei mitgeteilt hat. Überall an der Strecke hat man gesehen, dass mehr Zuschauer da waren: zum Beispiel beim Schwimmstart, am Solarer Berg in Hilpoltstein und im Stadion im Ziel. Ich freue mich über die Rekorde: die neue Weltbestzeit von Sam Laidlow, die schnellste Radzeit von Nico Bogen und dass wir mit Alanis Siffert heute die jüngste Roth-Gewinnerin haben.“
Roth-Sieger, Titelverteidiger und neuer Weltrekordler Sam Laidlow:
„Bis Kilometer 26, 27 beim Marathon habe ich mich gut gefühlt. Danach war ich struggling, aber mein Team, meine Freundin und die Zuschauer haben mich ins Ziel getragen. Dieser Sieg ist ganz besonders für mich. Im Vorfeld hatte ich angekündigt, dass ich zehn Minuten schneller sein will als bei meinem Sieg im Vorjahr. Ich musste noch einmal richtig hart kämpfen am Ende, freue mich jetzt sehr über die neue Weltbestzeit.“
Roth-Zweiter Kristian Blummenfelt:
„Es war hart. Die Taktik war für alle klar. Wir haben sie heute nur ausgeführt. Sam und Nico haben auf dem Rad Tempo gemacht. Beim Laufen habe ich dann die Gelegenheit genutzt und bin an Nico vorbei. Ich war das erste Mal in Roth: Als ich das erste Mal den Solarer Berg hochgefahren bin, dachte ich: ,Hier muss jeder Pro einmal gewesen sein.‘ Das ist die beste Crowd, die es in diesem Sport gibt.“
Drittplatzierter und bester Deutscher Nico Bogen:
„Meine Beine sind komplett müde. Mein Schwimmen war gut; ich hatte eine hervorragende Bike-Zeit und habe hier ja eine neue Bestzeit aufgestellt. Als Rookie kann ich mit dem dritten Platz mehr als zufrieden sein.“
Roth-Siegerin Alanis Siffert:
„Ich habe hart trainiert und mich in top in Form gefühlt. Ich war aber realistisch und wusste, dass mit Lucy Charles-Barclay (Anm.: der Zweitplatzierten) und Kat Matthews (Anm.: der Dritten) zwei starke Frauen am Start sind. Ich habe einfach mein Rennen gemacht. Ich wusste, dass es auf der Laufstrecke einen Wendepunkt gibt. Hier hatte ich gesehen, dass mein Vorsprung zu Lucy gewachsen ist. Ich habe mir aber nicht erlaubt zu denken: ,Ich gewinne das Rennen.‘ Ich habe stattdessen mein Rennen immer weiter gemacht. Erst zwei Kilometer vor dem Ziel habe ich den Gedanken zugelassen und bin jetzt natürlich überglücklich.“
Roth-Zweite Lucy Charles-Barclay:
“Vor einer Woche hatte ich ein Video an Felix Walchshöfer geschickt, dass ich mich richtig gut fühle und nach Roth kommen kann. Bis dahin hatte ich noch gedacht, dass ich heute eine Trainingseinheit mache. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Ich habe beim Rennen gelitten. Ich bin aber immer weitergelaufen. Man weiß ja nie, was bei einem Marathon passiert. Deshalb freue ich mich über den zweiten Platz. Das war dann ein langer Trainingstag heute (lacht dabei).“
Dritte Daisy Davis:
„Ich werde definitiv nächstes Jahr wieder kommen. Es war heute eine nette Überraschung für mich, dass es so gut gelaufen ist. Vor allem beim Marathon hatte ich alles recht gut unter Kontrolle.“
Triathlon-Legende Jan Frodeno:
„Als ich vor zehn Jahren in Roth meine Weltbestzeit aufgestellt hatte, konnte ich meinen Sieg ähnlich wie Sam Laidlow heute auch nicht genießen. Denn auch ich hatte damals den Blick auf die Zeit. Die Leistung von Sam verdient absoluten Respekt. Da sieht man, man braucht Konkurrenten wie Sam Laidlow, Magnus Ditlev und Kristian Blummenfelt. Die hauen auf die Kacke und lassen dann auch Taten folgen.“
Andreas Dreitz, der seine Karriere in Roth beendet hat:
„Ich habe heute alles noch einmal viel emotionaler erlebt. Danke für heute und für die vielen Jahre, die ich hier sein durfte. Natürlich war mein Sieg im Jahr 2019 das Highlight. Aber auch heute wurden alle Erwartungen übertroffen. Ich freue mich jetzt auf neue Abenteuer.“