Dank Triathlon: Handynetz im Landkreis Roth wird drastisch verbessert
Triathlon im Juli sorgt für dauerhafte Verbesserungen für die Bevölkerung
Der DATEV Challenge Roth macht nicht nur Triathlonträume wahr, sondern bringt auch einen unmittelbaren und stetigen Nutzen für den gesamten Landkreis mit sich.
Auf gemeinsame Initiative des Landrats, der Unternehmerfabrik und dem Organisationsteam des DATEV Challenge Roth wird das Mobilfunknetz in weiten Teilen des Landkreises in den kommenden Monaten spürbar ausgebaut.
Hintergrund ist folgender: Seit 2019 berichtet das BR Fernsehen mehr als acht Stunden live vom Triathlon aus Roth. Seit vergangenem Jahr überträgt auch die ARD eine volle Stunde aus Roth. Dazu werden die Emotionen und Bilder aus dem Landkreis in 285 Sender auf der ganzen Welt ausgestrahlt.
Immer wieder stockende Bilder bei der Live-Übertragung
Doch die ARD und viele weitere Sender weisen darauf hin, dass die aktuelle Bandbreite entlang der Strecke nicht immer ausreicht, um gestochen scharfe Bilder zu liefern.
Hinzu kommt: Entlang der Strecke sorgen die euphorischen Zuschauerinnen und Zuschauer für die legendäre Stimmung des DATEV Challenge Roth, greifen dabei aber gleichzeitig auf die mobilen Netze zu. Dies bringt die vorhandenen Kapazitäten zusätzlich an ihre Grenzen. Instabile Bilder seien für eine weltweite Übertragung ein No-Go.
Funklöcher im Landkreis werden gestopft
Messprotokolle zeigen, dass die Stadt Roth über eine leistungsfähige 4G/5G-Mobilinfrastruktur verfügt. Zum Rennwochenende erhöhen die Netzbetreiber zusätzlich die Bandbreite über ein angepasstes Übertragungsmanagement. Dadurch sollen Engpässe im Stadtgebiet Roth beseitigt werden.
Ortschaften im ganzen Landkreis profitieren
In Heuberg und am Ortsausgang Hilpoltstein Richtung Rothsee wird von Telefónica/O2 Deutschland und der Telekom jeweils eine mobile Sendestation installiert, die das bisherige Funkloch zwischen Heubergerhöhe und Polsdorf schließt. Dies wirkt sich positiv auf die Sendequalität beim Schwimmstart aus, der bislang einen erheblichen Kapazitätsmangel aufwies.
In Wallesau sorgt bereits sein Anfang des Jahres ein neuer Telekom-Mast für stabile Verbindungen entlang der Radstrecke und verbessert gleichzeitig die Mobilfunkversorgung für Autofahrer und Bewohner zwischen Wernsbach und Eckersmühlen.
Zwischen Eysölden und Pyras wird der bestehende Telekom-Sendemast bis spätestens Ende Mai 2026 ausgebaut und in Betrieb gehen können, sodass die Menschen in der Umgebung dauerhaft von schnellerem und stabilerem Netz profitieren.
Selbst die Strecke bei Meckenlohe am Main-Donau-Kanal, kurz vor Roth/Nord, erhält Aufmerksamkeit: Das bisherige Funkloch wird aktuell untersucht. Geplant sind Lösungen, die dauerhaft installiert werden, stets mit dem Ziel, die Versorgung langfristig für die Region zu sichern. Die Deutsche Telekom stellt eine Inbetriebnahme eines Mastes in Aussicht, die für die nächsten Jahre wesentliche Verbesserungen liefern soll.
Speziell auf dem Gebiet der Radstrecke sind weitere Verbesserungen des Mobilnetzes geplant, insbesondere durch die Telekom, die eine bessere Versorgung beispielsweise im Gemeindegebiet von Greding zum Ziel haben.
Enge Zusammenarbeit trägt Früchte
„Diese Maßnahmen sind eine kleine Sensation für uns und den gesamten Landkreis. Wir haben in wenigen Monaten nach dem Rennen 2025 wirklich viel erreicht“, sagt Kathrin Walchshöfer-Helneder, Geschäftsführerin von TEAMCHALLENGE: „Dank der Zusammenarbeit aus Veranstalter, der Unternehmerfabrik, Netzbetreibern und lokalen Entscheidungsträgern konnten wir in den letzten Monaten entscheidende Schritte beim Thema Netzausbau unternehmen. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Beteiligten, insbesondere bei Ben Schwarz, sowie der Unternehmerfabrik und Andreas Buckreus, der über seine Verbindungen den entscheidenden Kontakt zur Telekom vermittelte.“
Landrat Ben Schwarz ist sehr froh über die Verbesserungen. „Gestochen scharfe Fernsehbilder transportieren die Atmosphäre und sind Werbung für unsere Region.“ Dass durch dauerhafte Maßnahmen zudem die Bevölkerung darüberhinaus profitiert, sei ein Riesenerfolg. „Die Digitalisierung im Landkreis schreitet damit weiter konsequent voran.“
Felix Lehnhoff von der Unternehmerfabrik betont den Wert des Triathlons für Roth: „Der DATEV Challenge Roth ist das Aushängeschild der gesamten Region mit einem unschätzbaren Wert für den Landkreis. Dank des Triathlons kommen signifikante Einnahmen in die Region und wie hier mit dem Netzausbau, profitiert die gesamte Bevölkerung enorm von der Leuchtturmveranstaltung.“
Challenge-Triathlon als wirtschaftlicher Motor für den Landkreis
Der DATEV Challenge Roth ist ein echter Wirtschaftsmotor: In der Rennwoche entsteht eine Wertschöpfung von über 14 Millionen Euro. Durch Trainingsaufenthalte der Teilnehmenden rund um den Rothsee kommen weitere zwei Millionen Euro hinzu, also insgesamt rund 16 Millionen Euro jährlich. Hotellerie, Gastronomie, Freizeitdienstleister und regionale Partner profitieren direkt.
Auch medial ist der DATEV Challenge Roth ein internationaler Erfolg und bringt den Landkreis Roth auf die Landkarte: 2025 erreichte das Rennen kumuliert rund 374 Millionen Menschen weltweit.
Zigtausende Euro zur Unterstützung regionaler Projekte
Neben wirtschaftlicher und medialer Stärke übernimmt der DATEV Challenge Roth soziale Verantwortung: Im vergangenen Jahr wurden 18.310 Euro an regionale Projekte gespendet, darunter 5000 Euro für die Kinder- und Jugendefeuerwehren in Roth und über 7000 Euro für die Spielplatzerweiterung in Hausen bei Greding. So profitieren auch Kinder, Jugendliche und lokale Initiativen direkt von der Veranstaltung.