01.07.2018

Härter und schöner geht`s nicht mehr


Es war ein harter Kampf, als Erste ins Ziel zu kommen. Doch im Anschluss genoss die DATEV Challenge Roth Siegerin von 2018, Daniela Sämmler, die Glückwünsche von Familie und Publikum.
Foto: Claudia Weinig, TEAMCHALLENGE

 

Keine ernsthaften Zwischenfälle auf Sportler- und Zuschauerseite

Perfekt. Und richtig hart. Auf diesen gemeinsamen Nenner brachten Wettkampfleitung, Polizei, Hilfsorganisationen und die Sieger und Siegerinnen des DATEV Challenge Roth das Rennen 2018.

In der abschließenden Pressekonferenz konnte sich Rennleiter Felix Walchshöfer kurz und knapp halten: Sportlich gesehen sei es der „Tag der erfüllten Träume“ gewesen: Deutscher Doppelsieg, neue Bestzeiten im Wasser und auf dem Rad und nicht zuletzt eine Einsatzbilanz, die – nach elf Stunden Wettkampfzeit - nicht wirklich der Rede Wert war.

„Keine Zwischenfälle“, meldete die Polizei. Lediglich 31 „leichtere Blessuren“ hatten Sanitäter und Ärzte bis zum späten Nachmittag zu behandeln. Auch im Sanitätszelt nahe des Zielstadions blieben bis dahin viele Liegen leer. Angesichts von 3400 Einzelstartern, 650 Staffeln und hunderttausenden von Zuschauern an der Strecke alles andere als selbstverständlich. Das weiß auch Walschhöfer und machte darum aus seiner Erleichterung keinen Hehl.

Genau so wenig von seiner Freude ob der sportlichen Resultate. Doch die Platzierungen eins bis drei waren richtig harte Arbeit. Im Männer- und im Damenfeld. Darin waren sich die Platzierten abseits aller Unterschiede, was Erwartungen und Wettkampferfahrung angeht, völlig einig.

Und obwohl sich Daniela Sämmler und Lucy Charles im Herzschlagfinale wirklich nichts geschenkt hatten; obwohl es für Kaisa Sali „nur“ für Platz drei reichte – sie wollen es wieder wissen. Alle drei sagten ihre Teilnahme für 2019 zu. Die drei sind also nicht nur im Rennen, sondern auch beim Entscheidungen-treffen richtig flott unterwegs.

Eher in Zurückhaltung – allerdings nur, was Aussagen zum Wettkamplan 2019 angeht – übte sich der DATEV Challenge Roth Sieger 2018, Sebastian „Sebi“ Kienle. Was den Wettkampf selbst, die Organisation und vor allem die Atmosphäre angeht, wurde er schon weitaus konkreter: „Unbeschreiblich“ umriss er das, „was sich einfach nicht in Worte fassen lässt“.

Auf die entsprechende Frage von Moderator Tobias Ködel hatte er einen Tipp parat: „Probier`s einfach aus. Dann weißt Du, was ich meine.“

Ob Ködel sich darauf einlässt, ist hochgradig fraglich. Nicht aber für den Zweiten Andreas Dreitz und den Drittplatzierten Jesse Thomas. Beide feierten in Roth Wettkampfpremiere. Beide schüttelten noch Stunden nach ihrem Finish den Kopf ungläubig ob der Begeisterung der Zuschauer, die sie trotz aller Schmerzen „ohne Ende gepusht“ hätte.

Eine Zweitauflage im kommenden Jahr? Wohl sehr wahrscheinlich.

 

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