02.07.2018

„Entweder als Erster durch’s Ziel oder ganz zum Schluss“


Das Zielstadion mit Platz für über zehntausend Zuschauer wird am Abend in stimmungsvolles Licht getaucht und gibt den Rahmen für die legendäre Finishline-Party.
Foto: TEAMCHALLENGE, Christoph Raithel

 

Bei der Finishline Party werden die Agegrouper gefeiert wie die Erstplatzierten

Über 14 Stunden ist das Rennen bereits alt, jetzt schlägt im Zielstadion die Stunde der Agegrouper. Unaufhörlich kommen sie ins Ziel, Einzelstarter und ganze Staffeln. Gefeiert werden sie wie die Top-Athleten, die bereits vor sechs Stunden die Ziellinie überquert haben.

Wenn die Athleten auf die Finishline kommen, liegen 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und der abschließende Marathon und unzählige Stimmungsnester hinter ihnen. Die letzten 100 Meter stellen da nochmal alles auf den Kopf – das Stadion bebt! Beats und die Partystimmung der Moderatoren lassen die Finishline zu einem unvergesslichen Event werden.

Wenn bereits die Dämmerung über dem Rother Triathlonpark aufzieht, kommen nicht nur Agegrouper zur Finishline, auch die Topathleten kehren zurück an den Ort ihres Erfolgs. Für den Sieger Sebastian Kienle sei es unvergleichlich, hier als erster über die Ziellinie zu laufen. „Wenn es aber mal ans Ende meiner Profikariere geht, überlege ich schon, mal ein ganz langsames Rennen zu machen und hier erst am Abend ins Stadion zu laufen – die Party ist ja der Hammer!“

Besonders emotional wird es, wenn Athleten mit Handicap ins Zielstadion kommen. Familienväter laufen mit ihren Kindern ein. Wie auch ein Finsher der mit seinen beiden Kinder ins Ziel kommt, auf seinem T-Shirt steht „This is for you Dad!RIP 2018“. Es sind diese kleinen Geschichten und Augenblicke, die die Finishline-Party nicht nur zu einer großen Party, sondern auch zu einem der emotionalen Höhepunkte des Renntags machen. In den Augen Vieler, die über die Ziellinie kommen, stehen Tränen.

Für Daniela Sämmler ging an diesem Tag ein Traum in Erfüllung. Sie selbst hatte nicht gedacht, dass Sie tatsächlich als Siegerin aus dem Rennen hervorgehe. Sie habe bis zuletzt gekämpft und schließlich mit neuer deutscher Bestzeit gewonnen.

Und auch wenn zwischen den Siegzeiten der Proathleten und vieler Altersklassenathleten die erst in der Dunkelheit ins Zielstadion kommen, mehr als sechs Stunden liegen, sind alle gleich. Alle bekommen direkt im Ziel ihr Medaille umgehängt. Zu später Stunde sind es die Profiathleten selbst, die die Medaillen verteilen, wie Laura Siddal, die sichtlich Spaß daran hat, jedem persönlich zu gratulieren und mit einer Umarmung im Ziel zu begrüßen.

Dann kündigt sich der Zielschluss an, Sternlaswerfer werden im Publikum verteilt. Bevor jedoch der offiziell letzte Finisher ins Stadion läuft, treten Alice, Kathrin und Felix Walchshöfer auf die Bühne in der Stadionmitte. Ihr großer Dank gelte den rund 7.000 Helfern, dem ganzen Landkreis, der solche Triathlon-Festspiele möglich mache. Unheimlich stolz seien Sie auf die Rekorde, die an diesem Tag gefallen sind, aber auch auf jeden Einzelnen, der hier sein Renen mache und über die Ziellinie trete. So wie Dong Guo aus Shanghai, der mit zwei Fackeln die letzte Runde im Zielstadion dreht und nach 15 Stunden, zwei Minuten und dreiundfünfzig Sekunden als offiziell letzter Finisher ins Ziel kommt.

Mit einem lauten Knall beginnt das große Schlussfeuerwerk, dass dem DATEV Challenge Roth einen würdigen Schlusspunkt setzt.



Als Dong Guo aus Shanghai mit zwei Fackeln die Ziellinie überquert, ist er der letzte offizielle Finisher und mit dem beginnt das große Schlussfeuerwerk.
Foto: TEAMCHALLENGE, Christoph Raithel

 

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