08.07.2019

Die Nacht war kühl und schlaflos

Die Nacht war kühl und schlaflos

Vom Zelt einmal rund um den Festplatz und dann noch weit den Bahndamm entlang - so weit reicht am Montagmorgen um kurz nach 9 Uhr die Schlange derer, die sich bei der Vor-Ort-Anmeldung direkt für den DATEV Challenge 2020 anmelden möchten. Viele der Wartenden tragen ihre Finnischer T-Shirts vom Vortag - ihr Zieleinlauf ist noch keine 24 Stunden her und doch freuen sie sich schon aufs nächste Jahr, wollen unbedingt wieder mit am Start sein beim „Best Old Race“.

Die, die ganz vorne in der Schlange stehen, sind am Sonntag gar nicht erst nach Hause gegangen. Ruth und Lucy stehen direkt am Absperrgitter zum Zelt. Ruth ist extra aus Großbritannien angereist. Nicht um am Sonntag zu starten, sondern um sich am Montag selbst fürs nächste Jahr anzumelden. „Meine Freundin Lucy möchte mit zwei anderen Freundinnen in einer Staffel starten, ich als Einzelstarterin. Und die einzige Möglichkeit, damit wir sicher alle für nächstes Jahr einen Startplatz bekommen, ist hier und jetzt“, erklärt sie. Darum ging es von der Finishline-Party direkt zum Schlangestehen.

Ruth und Lucy haben sich die Nacht um die Ohren geschlagen für den Traum von Roth 2020.
Foto: TEAMCHALLENGEStefanie Dürrbeck

Wobei, stehen mussten die meisten Wartenden zum Glück nicht die ganze Nacht. Viele waren ausgerüstet wie für einen Campingtrip: Isomatten, Decken, Schlafsäcke, Klappstühle, Getränkekisten. Manche hatten sogar bequeme Saunaliegen mitgebracht, um sich in der Schlange häuslich niederzulassen. Andere gaben sich mit Bierbänken und Liegestühlen aus dem Biergarten zufrieden, die morgens, als die Schlange langsam anfing sich zu bewegen, Stück für Stück weiter getragen wurden. Aber egal, wie gut die Ausrüstung für die Nacht war - geschlafen haben die wenigstens. Das Adrenalin vom Vortag, die kühlen Temperaturen, die Aufräumarbeiten rund herum - es war eine schlaflose Nacht. Doch das nehmen sie alles gerne in Kauf, für den Traum vom Erlebnis Langdistanz in Roth 2020.

Und keine Angst: Auf’s Frühstück mussten die Teilnehmer von morgen nicht verzichten… Denn Roth wäre nicht Roth, wenn es in der Warteschlange nicht Kaffee vom Renndirektor persönlich geliefert gäbe.



Vom Zelt über den Festplatz und den Parkplatz und den Bahndamm entlang - die Schlange für die Anmeldung 2020 schien kein Ende zu nehmen.
Foto: TEAMCHALLENGE, Stefanie Dürrbeck


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