18.07.2016

Von der Finishline in die Anmeldeschlange

Foto: TEAMCHALLENGE

Von der Finishline in die Anmeldeschlange
Das Rennen auf die Startplätze für 2017 ist eröffnet


Eigentlich - so denkt man -  müsste ein Langdistanz-Triathlet nach einem derart langen und harten Arbeitstag erst einmal einfach nur ausschlafen wollen. Aber nix da. Nur wenige Stunden nach dem Abschlussfeuerwerk des Renntages 2016, haben viele – sehr viele – nur eines im Sinn: Wiederkommen. Und sich einen Startplatz für das kommende Jahr sichern. Der 9. Juli ist der Termin für den DATEV Challenge Roth 2017.

Bevor die Finisher um 11 Uhr zur Siegerehrung pilgern, heißt es für viele immer noch durchhalten. Wer fix ist, kann den Startplatz für das Folgejahr gleich mit nach Hause nehmen. 1000 Einzelstartplätze und 200 Tickets für Staffeln bringt TEAMCHALLENGE bei der Sofortanmeldung am Tag nach dem Rennen unter die Leute. Es könnten viel mehr sein. Der Andrang auf die Sofortanmeldung ist gigantisch. Wer einmal die perfekten Bedingungen und die atemberaubende Atmosphäre des schönsten und größten Langdistanzrennens der Welt genossen hat, wird gerne zum Wiederholungstäter. Dafür nimmt man sogar in Kauf, mit schmerzenden Muskeln und ausgelaugtem Körper (mindestens) die halbe Nacht vor dem Meldezelt zu campieren. Es gilt: First come, first serve.

Die Pole-Position hat sich heuer Norbert Manhart aus Neufahrn bei Freising gesichert. Da war der Rennsonntag noch gar nicht ganz zu Ende: Frei nach dem Motto „Heute schon an morgen denken“, nahm der sechsfache Challenge-Roth Teilnehmer um 23.45 Uhr vor dem Schützenhaus Platz. Warum tut man sich das an? „Der Einlauf in dieses Stadion, diese unvergleichlichen 60 Sekunden, bevor man durch das Zieltor läuft – die sind jede Strapaze wert.“ Wohl zu Recht vermutet er: „Das können wahrscheinlich nur die verstehen, die jetzt auch hier stehen. Von denen aber jeder einzelne.“

Norbert Manhart blieb in der Nacht nicht lange allein: Ebenfalls noch vor Mitternacht gesellten sich Gabriela Pohankova aus der tschechischen Republik und die Nürnbergerin Clara-Maria Bader zu ihm. Während die Tschechin den DATEV Challenge Roth 2016 als Helferin erleben durfte, hat Clara-Maria Bader das Rennen als Altersklassen-Zweite gefinisht. Triathlon ist bei Baders Familiensache. Schon Mama Hildegard hat mehrfach in Roth teilgenommen. Das Töchterchen war schon früh als Helferin im Einsatz und ist jetzt selbst ambitioniert aktiv. Für das nächste Jahr haben sich die beiden etwas ganz Besonderes vorgenommen: Mutter und Tochter wollen gemeinsam starten. Dafür lohnt es, sich eine Nacht am Kopf der Anmeldeschlange um die Ohren zu schlagen, finden sie.

Deren Ende ist kurz vor Öffnung der Meldestelle in weite Ferne gerückt. Stoisch harren Hunderte sitzend, liegend und kauernd Stunden vor Öffnung der Meldestelle rund um die Stadthalle aus. Quer über den ganzen Festplatz und entlang der Gredl bis fast zu der Stelle, an der sie alle im nächsten Jahr (wieder) einlaufen möchten. TEAMCHALLENGE verteilt nummerierte Platzkärtchen. So wissen die, die ganz hinten stehen, wenigstens, ob sich das lange Warten lohnt.

Falls nicht, können sie auf zwei weitere zwei Möglichkeiten hoffen, einen Startplatz für 2017 zu ergattern: Die Onlineanmeldung öffnet am 25. Juli um 10 Uhr. Die allerletzten Plätze gibt es schließlich bei der Nikolausaktion am 6. Dezember um 12 Uhr.

So oder so: Ab 11 Uhr geht es noch einmal um den Challenge Roth 2016: Im Festzelt versammeln sich Weltklasse- und Altersklasseathleten zur großen Siegerehrung. 

 

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