11.07.2015

Profiathleten und Langdistanz-Neulinge treffen sich beim Bike Check-In

Bevor es am Wettkampftag um Minuten und Sekunden geht, lautet am Samstagnachmittag „Zeit haben“ die Devise. Denn über 4.000 Fahrräder gilt es in die Wechselzone an der Hilpoltsteiner Lände zu bringen. Und da ist es ganz egal ob Profistarter oder Neuling beim DATEV Challenge Roth, die Wettkampfrichter prüfen genau ob Fahrrad und Helm in Ordnung und regelkonform sind. Hat man dann seinen Stellplatz gefunden, alle Utensilien präpariert heißt es durchatmen und erst einmal ausspannen. In der HIP Lounge sorgt BAYERN 3 Moderator Bernd-Uwe Gutkneckt zusammen mit Alexander Höhn für gute Musik und aktuelle Informationen zum Wettkampf.

Für Abkühlung sorgt das Café Grimm mit Getränken und auch Kuchen und selbstverständlich Nudeln ist ausreichend gesorgt. Um die richtige Ernährung beim Langdistanzrennen geht es dann auch im Interview, das Bernd-Uwe Gutknecht mit der Ärztin Katrin Esefeld führt. Ganz wichtig sei es, nicht nur Leitungswasser zu trinken, da man sonst schnell einen Mangel an Elektrolyten habe. Wichtig sei daher auch, auf seinen Salzhaushalt zu schauen.

Am späteren Nachmittag checken dann auch Yvonne van Vlerken und deren Freund Per Bittner ihre Räder ein. Ihr 27. Langdistanzrennen startet die gebürtige Holländerin morgen. Den Titel „alter Hase“ lasse sie dabei gerne gelten, die Strecke kenne sie gut und freue sich immer in den Triathlon-Landkreis zu kommen. Und gewinnen wolle sie natürlich auch, die Hitze mache ihr dabei keine Probleme „Bis 30 Grad ist alles gut!“ Und auch für Per Bittner sei Roth ein unbeschreibliches Rennen, bei dem es ihm insbesondere wegen der einmaligen Atmosphäre sehr gut gefalle.

Auf seinem schwarzen Poloshirt ist zu lesen „Triathlon-Bürgermeister“ und das ist er auch. Markus Mahl ist Bürgermeister der 13.000-Einwohner-Stadt Hilpoltstein, auf deren Gebiet sowohl der Schwimmstart als auch der legendäre Solarer Berg liegen. Der sei zwar nicht der höchste oder steilste Anstieg auf dem Rundkurs, aber emotional könne man ihn mit dem Mount Everest vergleichen – plus ein paar Meter mehr. Markus Mahl selbst moderiert am Rennsonntag am Solarer Berg und dankte schon seinen Mitarbeitern aus der Verwaltung und dem Bauhof, den Feuerwehren und den vielen Ehrenamtlichen, ohne die der DATEV Challenge Roth nicht möglich wäre. Dass vom ersten bis zum letzten Athleten alle den Solarer Berg sprichwörtlich hinaufgetragen werden sei selbstverständlich.

Der Radiosender BAYERN 3 berichtet nicht nur vom DATEV Challenge Roth 2015, es geht auch selbst an den Start. Wiebke Schlecht als Schwimmerin und Marathonläufer Marcel Wagner bekommen dabei Unterstützung von der Blindensportlerin und Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Verena Bentele. Sie geht im Tandem mit ihrem Piloten Alex Heim auf die Strecke. Gemeinsam haben sie am Samstag auch ihr Renntaugliches Tandem in die Wechselzone gebracht und die standen anschließend BAYERN 3 Moderator Bernd-Uwe Gutknecht Rede und Antwort. Vor engen Kurven und steilen Abfahrten brauche es zwar die Kommunikation zwischen den beiden, am Solarer Berg hingegen sei jedes Kommando überflüssig. „Da weiß man, was kommt!“

Einer der auch ganz genau weiß, was kommt ist der Vorjahressieger Timo Bracht. Was sich verändere, wenn man ein Rennen zum ersten Mal gewonnen habe und im nächsten Jahr wieder komme, wollte Bernd-Uwe Gutknecht vom Starter mit der Nummer 1 wissen. „Eigentliche gar nicht so viel“, entgegnete der, „ich war vorher Triathlet und bin es immer noch!“ Der Druck sei aber nicht mehr ganz so groß, da er ja schon einmal als Erster über die Ziellinie gelaufen ist. Roth sei für ihn dabei absolut faszinierend, Stimmung und Begeisterung seien nicht zu übertreffen und deshalb wolle er auch am morgigen Tag wieder als Erster ins Ziel laufen.

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