18.07.2014

Pasta-Party als Turbo-Lader

Bei der Nudelparty am Freitagabend vor dem DATEV Challenge Roth ging es natürlich hauptsächlich um Nudeln und vielleicht noch um Kaiserschmarrn. Aber nicht nur: Titelsponsor DATEV hat das Triathlonfieber gepackt, so dass der Sponsorenvertrag bis 2021 verlängert wurde, Wettkampfleiter Günter Sessner feierte seinen 80. Geburtstag mit der Challenge-Familie und die Stars schwärmten von der tollen Atmosphäre in Roth und versprachen ein schnelles Rennen.


Er hat noch keinen der 26 Langdistanz-Triathlons in Roth ausgelassen und will auf jeden Fall die 30 vollmachen: Udo Schönberger aus Trier. Foto: Robert Gerner

Auf die Frage, ob sie deshalb schon Gänsehaut habe, antwortete die Hawaii-Siegerin von 2013 Mirinda Carfrae zwar, es sei zu heiß für Gänsehaut, aber: „Die Atmosphäre hier ist unglaublich, das ist sogar noch besser als ich mir das vorgestellt habe. Das führt hoffentlich zu tollen Leistungen und einem schnellen Rennen. Ich habe zwar auch ein bisschen Angst, aber ein bisschen Angst ist gut. Ich erwarte viel von mir und wir müssen abwarten, wer sich in diesem fantastischen Feld durchsetzt.“

Auch Vorjahressiegerin Caroline Steffen freute sich über das hochklassige Starterfeld: „Ich danke Felix, dass er uns hier, abseits von Kona, die Gelegenheit gibt, gegeneinander anzutreten.“ Yvonne van Vlerken fasste es zusammen: „Das ist richtige Woman-Power hier!“


Julia Gajer (2.v.li.) hatte bei der Pasta-Party offenbar viele Fans im Publikum. Ihre Konkurrentinnen freut`s. Foto: Robert Gerner

Doch auch die Männer sind nicht zu unterschätzen. Pete Jacobs kennt zwar die Atmosphäre in Roth schon, aber in diesem Jahr ist alles noch größer als bei seinem letzten Start 2009. „Es wäre fantastisch, beim 30. Geburtstag in diesem Jahr den ersten Platz zu belegen.“ Doch diesen ersten Platz möchte auch James Cunnama wieder erkämpfen. Der Sieger aus dem Jahr 2012, der letztes Jahr zweiter wurde, erklärte: „Das Rennen hier ist eine wunderschöne Erfahrung, das ist sogar toll, wenn man keinen guten Tag hat. 2012 hatte ich einen super Tag, letztes Jahr einen nicht ganz so tollen, aber ich hoffe, dass ich in diesem Jahr wieder einen Sieger-Tag erwische.“

Um das zu schaffen, muss er ein „Leidens-Fest“ durchstehen, warnt der Vorjahressieger Dirk Bockel. Die starke Konkurrenz wird das Tempo schnell machen und die hohen erwarteten Temperaturen werden dafür sorgen, dass die Athleten „kaum noch laufen können“, erwartete der Wahl-Luxemburger.


Gaben sich eineinhalb Tage vor der erwarteten Hitzeschlacht noch reichlich optimistisch: Timo Bracht, Eneko Llanos, Luke McKenzie, Pete Jacobs, James Cunnama und Dirk Bockel (v.l.i.) mit Challenge-Sprecher Tobias Ködel. Foto: Robert Gerner

Doch diese 30. Geburtstagsparty wird nicht durch die versprochenen schnellen Zeiten so besonders, sondern durch die Begeisterung aller Athleten und ihrer Familien. Auch Bockel zieht davor den Hut: „Chapeau vor jedem, der das hier mit einem Vollzeitjob macht, ihr seid verrückt! Dass Ihr um 4 Uhr morgens aufsteht, um zu trainieren, zeigt, wie sehr ihr unseren Sport liebt!“ Auch Organisator Felix Walchshöfer betonte, wie sehr ihm alle Athleten am Herzen liegen: „Ich möchte, dass dieses Rennen in die Geschichte eingeht, in Eure ganz persönliche Geschichte und die Eurer Familien. Denn Ihr habt sehr hart und lange. Jetzt ist es soweit, genießt es.“


Hier stehen neun Rother Langdistanz-Siege auf der Bühne: Chris MacCormack (4 Siege, li.) und Lothar Leder (5 Siege, Mi.).

 

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