17.07.2016

Daniela Ryf steigt in Wellington-Liga auf

Foto: TEAMCHALLENGE

 

Daniela Ryf steigt in Wellington-Liga auf
Schweizerin gewinnt bei ihrer Premiere in Roth den Langdistanz-Triathlon in der drittbesten jemals erzielten Zeit

 

Wie bei den Männern (Jan Frodeno), so auch bei den Frauen (Daniela Ryf): Die Hawaii-Sieger haben den mittelfränkischen Triathlon-Klassiker dominiert. Ryf gewann den DATEV Challenge Roth in unglaublichen 8:22:04 Stunden – und damit in der drittbesten jemals erzielten Zeit auf der Langdistanz über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

Damit kam sie sogar fast an die Fabelzeiten der unvergleichlichen Chrissie Wellington heran, die jedoch bei ihren Siegen 2010 und 2011 an gleicher Stelle noch einen Tick schneller unterwegs war.

Zwischendurch musste die sympathische Wellington, die am Sonntag als ganz normale Zuschauerin in Roth unterwegs war, allerdings um ihre Weltbestzeit bangen. Immerhin fuhr Daniela Ryf auf der Radstrecke zehn Minuten schneller als seinerzeit die Britin. Doch auf der Marathonstrecke fehlten der für eine Langstrecklerin noch vergleichsweise jungen Schweizerin die nötige Ausdauer.

Auch wenn Wellingtons Weltbestzeit hielt: Daniela Ryf scheint auf einem guten Weg zu sein, sie brechen zu können. "Ich hoffe, ich komme wieder", sagte sie im Ziel, in dem sie den Eindruck machte, als hätte sie gerade einen lockeren Zehn-Kilometer-Lauf absolviert.

Wie dominant Ryf war, zeigen die Zeitabstände zur Konkurrenz. Die Australierin Carrie Lester lieferte als Zweitplatzierte mit 8:42:13 Stunden eine Top-Zeit ab, wurde aber trotzdem um 20 Minuten abgehängt. Lester belegte damit exakt den gleichen Platz wie im Vorjahr und verwies Titelverteidigerin Yvonne van Vlerken (8:49:35 Minuten) auf Rang drei. Van Vlerken war angetreten, um als erste Frau in Roth zum vierten Mal zu gewinnen. Die Chancen schwanden, als Daniela Ryf vor gut einer Woche nachmeldete. Und als Ryf auf dem Rad in ihrer eigenen Liga kurbelte, war van Vlerkens Traum endgültig geplatzt.

Neben den Top 3 knackte mit der Britin Laura Siddall (8:51:59 Stunden) eine vierte Frau die Neun-Stunden-Schallmauer. Für Lokalmatadorin Anja Beranek, im Vorjahr noch Dritte, reichte es diesmal  "nur" zum fünften Platz. Sie blieb mit 9:00:20 Stunden hauchdünn über der Neun-Stunden-Marke.

 

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