06.07.2012

Auf Du und Du mit den Tops

Richtig nah dran sein, mal selber das fragen, was man schon immer wissen wollte – aber von Journalisten nie gefragt wurde; ein Autogramm auf dem T-Shirt, dem Programmheft, den Rucksack – das macht "talk to the pros" in der "Challenge World" möglich. Im Laufe des Freitags stellten sich drei international bekannte Athleten-Duos den Fragen von Challenge-Moderator Tobias Ködel.

 

Runde eins gehörte den Favoriten von heute: Timo Bracht und Julia Gajer, die – natürlich – auf ihre Ambitionen für Sonntag eingingen. Sie machten auch deutlich, wie viel es ihnen bedeutet, ihre Leidenschaft  für den Triathlon als Profis ausleben zu können. Natürlich könne sie vielleicht in der Wissenschaft – Gajer darf sich seit kurzem Doktor der Naturwissenschaften nennen - mehr verdienen. "Doch momentan ist mir der Sport einfach wichtiger.

 

 

Gesprächsrunde zwei ging an zwei Athleten, die sich zu ihren Bestzeiten im Rennen nichts geschenkt hatten: Jürgen Zäck und Lothar Leder. Zäck geht nach zehn Jahren Pause wieder in Roth an den Start, weil er jetzt mal wieder richtig "hungrig" sei nach so einem Rennen.

 

 

So harmonisch wie beide am Interview-Tisch saßen und sich darin einig waren, dass die Tria-Szene der 80er und 90er Jahre eine ganz andere als heute gewesen sei, ging es bei beiden aber nicht immer zu. Leder erinnerte sich in der lockeren Plauderrunde nur noch zu gut daran, wie Zäck ihm in Roth auch schon mal auf der Marathonstrecke freundlich zugewunken hatte  - just als ihm klar war, dass er schneller als sein Hauptkonkurrent das Ziel sehen würde. Leder: "In dem Moment hätte ich platzen können!"

 

Und in Runde drei standen zwei weitere "Urgesteine" Rede und Antwort: Cameron Brown und Roths Publikumsliebling Belinda Granger. Beide kennen und verfolgen das Rother Rennen schon seit vielen Jahren und analysierten darum gerne und kompetent, wie sie es bisher erlebt haben und was sich aus ihrer Sicht verändert hat. In einem aber waren sich die zwei einig: Die weltweit einzigartige Stimmung, das Gänsehaut-Feeling sei damals wie heute einfach nur "fascinating". Sie jedenfalls lassen sich noch immer von der Stimmung und der tollen Atmosphäre, dem begeisterten und begeisternden Publikum mitreißen. Gerne gaben sie dieses Kompliment ans Publikum weiter.

 

 

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