04.05.2012

„Legendäre Kultveranstaltung“ mit Top-Starterfeld

Star-Aufgebot beim 11. Challenge Roth

ROTH. Beim 11. Challenge Roth mit Offizieller Triathlon-Europameisterschaft in der Langdistanz am 8. Juli werden erstmals mehr als 3.000 Einzelstarter und 600 Staffeln aus über 60 Nationen für die Verwirklichung ihrer persönlichen Träume kämpfen, und das Top-Starterfeld kann sich wieder sehen lassen.

 

Mit Timo Bracht kehrt einer der erfolgreichsten deutschen Triathleten nach langer Pause in die „Triathlon-Traumfabrik“ Roth zurück. Der siebenfache Ironman-Sieger und aktuelle Hawaii-Fünfte: „Mein Plan ist dieses Jahr, neben dem großen Ziel Ironman Hawaii im Sommer wieder bei einem  deutschen Langdistanz-Rennen dabei zu sein. Lange war ich mir nicht sicher und habe auch die Triathlonfans in meine Entscheidung mit einbezogen. Das Votum war eindeutig und die Sache klar: Ich will den Challenge Roth knacken! Am 8. Juli freue ich mich auf eine super Strecke, eine einmalige Stimmung und auf die vielleicht besten Triathlonfans der Welt in und um Roth. Ich will zur Challenge-Family dazugehören und mich in die Siegerbücher eintragen. Roth ist eine Kultveranstaltung und legendär“.

 

 

Bei einer Pressekonferenz hoch über den Dächern von Nürnberg in den Räumen von Challenge-Hauptsponsor N-ERGIE präsentierte TEAMCHALLENGE am 4. Mai das Top-Starterfeld des 11. Challenge Roth, die aktuellen Neuigkeiten zur ETU-Europameisterschaft und das neue Fan-Konzept "Be a part". Im Bild von links nach rechts: DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll, die Triathlon-Stars Sonja Tajsich, Timo Bracht und Julia Gajer, N-ERGIE-Vorstandsvorsitzender Josef Hasler und Felix Walchshöfer.

Foto:Luise Köstler

 

2000 und 2001 hatte Bracht in Roth seine ersten Langdistanzen absolviert, 2004 und 2005 dann jeweils Platz 3 erreicht. Nun will der Odenwälder an seine alten Roth-Erfolge anknüpfen, muss sich dabei aber mit einer ganzen Riege internationaler Top-Athleten auseinandersetzen. Zu seinen schärfsten Konkurrenten dürfte sicherlich der Neuseeländer Cameron Brown zählen. In seiner Vita findet sich eine lange Reihe großer sportlicher Erfolge, unter anderen der 1. Rang beim Ironman Frankfurt (2006) und der 2. Rang auf Hawaii 2005. Im März 2011 schaffte er es, als erster Triathlet zum zehnten Mal denselben Ironman in seiner Heimat Neuseeland zu gewinnen. Ebenfalls ein heißer Anwärter auf den Sieg ist der aktuelle Hawaii-Sechste Mike Aigroz aus der Schweiz. Der aus dem alpinen Châteux-d’Oex stammende Aigroz feierte bereits zahlreiche internationale Erfolge, darunter den 2. Platz beim Ironman Canada 2009 und den 3. Rang beim Ironman Switzerland 2010.

Großes erwarten darf man auch von dem Briten Stephen Bayliss, in der Challenge-Family bekannt als der Gewinner des ersten Challenge Vichy im letzten Jahr. Im Jahr seiner bisher größten Erfolge 2008 konnte Bayliss sowohl den Ironman in Großbritannien als auch in Südafrika für sich entscheiden und obendrein in Österreich den zweiten Platz machen. Als „Favoritenschreck“ ist der Südafrikaner James Cunnama in der Triathlonwelt bekannt (Sechster Challenge Roth und Zweiter Challenge Kraichgau 2010; Gewinner Ironman Florida 2010; Dritter Ironman Südafrika 2011).

Das Feld der Tops komplettiert ein gutes Dutzend weiterer Spitzenathleten, darunter die Neuseeländer Jamie Whyte (Sieger Challenge Wanaka 2011; Zweitplatzierter 2012) und Keegan Williams (Dritter Challenge Roth 2011). Aus dem deutschen Lager sind unter anderem Nils Goerke (5. Platz Half Challenge Barcelona 2009), Felix Schumann (4. Platz Challenge Roth 2011), Christian Ritter(5. Platz Challenge Roth 2011), Georg Potrebitsch (4. Platz Ironman Frankfurt 2011, 3. Platz Challenge Barcelona 2010) und Konstantin Bachor (2. Platz Ironman Lanzarote 2011) zu nennen. Darüber hinaus werden Ain-Alar Juhanson und Christophe Bastie am Start in Roth sein, es wird ein Duell der Roth-Legenden Lothar Leder und Jürgen Zäck geben, und auch Feuerwehr-Weltmeister Michael Hofmann, Bernd Eichhorn, Bernd Hagen und Swen Sundberg sind am 8. Juli mit von der Partie.

Starke Frauen am Start
Beinahe noch stärker besetzt ist das Starterfeld der Frauen, wo in diesem Jahr die Regensburgerin Sonja Tajsich (beste deutsche Triathletin beim Ironman Hawaii 2011 auf dem 7. Platz), die amtierende Weltmeisterin auf der Langdistanz Rachel Jocye (GB) und die Vorjahreszweite des Challenge Roth, Julia Gajer (früher Wagner) aufeinander treffen.

Ganz klar gehört Sonja Tajsich zur Weltelite des Triathlonsports. Auslöser für ihre große sportliche Karriere war der Challenge Roth 2002, wo sie bei ihrem ersten Langdistanzrennen auf Anhieb Platz acht belegte. 2006 folgte beim Ironman Malaysia ihr erster Sieg auf der Langdistanz. Ihre bislang beste Saison hatte Tajsich 2010 mit zwei Siegen bei den Ironman-Wettkämpfen  in Südafrika und in ihrer Heimatstadt Regensburg. Ebenso stark einzuschätzen ist die Britin Rachel Joyce: Im Mai 2011 holte sie sich auf Lanzarote den ersten Sieg auf der Ironman-Distanz, im November konnte sie die Offiziellen Langdistanz-Weltmeisterschaften der ITU in Henderson / USA für sich entscheiden, ist somit  nichts Geringeres als offizielle Weltmeisterin auf der Langdistanz. Ihr jüngster Erfolg ist der zweite Platz bei der Erstaustragung des Ironman Melbourne im März dieses Jahres. Erst 2008 tauchte Julia Wagner zum ersten Mal in den Triathlon-Ergebnislisten auf. Der internationale Durchbruch auf der Langdistanz gelang ihr beim 10. Challenge in Roth im letzten Jahr, wo sie sich als „Rookie“ einen fantastischen zweiten Platz gleich hinter Chrissie Wellington erkämpfen konnte. In einer Wahnsinnszeit unter neun Stunden (8:56:23) verwies sie sogar die Challenge-Seriensiegerin Rebekah Keat auf den dritten Rang. Auf neue Heldentaten unter ihrem jetzigen Namen Gajer darf man von der laufstarken jungen Deutschen gespannt sein, wenn auch die Australierin Rebekah Keat (neben vielen weiteren Top-Platzierungen 2. Platz Challenge Roth 2010, 2009; 3. Platz Challenge Roth 2011; 1. Platz Challenge Copenhagen 2011, 2010; 1. Platz Challenge Cairns 2011) sicherlich alles für ihren ersten Sieg beim Challenge Roth tun wird. Keine der genannten Athletinnen sollte jedoch ihre Rechnung ohne die erfolgreiche tschechische Triathletin und Olympiateilnehmerin Lucie Zelenková-Reed (unter anderem 1. Platz Challenge Barcelona 2010; 1. Platz Ironman South-Africa 2009, 2. Rang Ironman Germany 2011) machen. Auch die seit ihrer Heirat 2011 in Südafrika lebende Ausnahme-Athletin will in Roth nur eins: unbedingt gewinnen.

Ein Wiedersehen gibt es mit Nicole Leder und selbstverständlich mit Publikumsliebling Belinda Granger, darüber hinaus gehen die Neuseeländerin  Michelle Bremer (Siegerin Ironman Western Australia 2011) und die beiden Britinnen Joanna Carritt (jeweils Vierte Ironman Großbritannien und Challenge Wanaka 2011) und Yvette Grice (Gewinnerin Challenge Henley und Drittplatzierte Ironman Großbritannien 2011) an den Start.

 

Genau ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes kommt auch Gina Crawford (NZE) wieder nach Roth – im Januar hatte Crawford bereits den Challenge Wanaka für sich entscheiden können. Eine weitere hoffnungsvolle junge Mutter in der Damenriege ist die sympathische Deutsche Wenke Kujala. Sie wird neun Monate nach der Geburt ihrer Tochter in Roth ihr erstes Langdistanzrennen nach der Babypause bestreiten.

 

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