13.03.2012

Challenge-Family löst Vertrag mit australischem Veranstalter

Die weltweite Challenge-Family hat den Vertrag mit dem australischen Veranstalter USM Events über die Ausrichtung des Challenge Cairns aufgelöst. Nach ihrer glanzvollen Premiere 2011 wird die für den 3. Juni 2012 geplante zweite Auflage des Wettkampfs am Great Barrier Reef somit nicht unter der Challenge-Flagge stattfinden.

 

Der Grund für die Kündigung: USM Events wurde jüngst von der US-amerikanischen World Triathlon Corporation (WTC) aufgekauft, bekannt als Veranstalter der Ironman-Serie. Das Unternehmen befindet sich im Besitz der privaten Kapitalinvestmentgesellschaft Providence Equity Partners, die sich auf fremdkapitalfinanzierte Firmenübernahmen spezialisiert hat. Die WTC ist der Hauptkonkurrent der Qualitätsmarke Challenge.

 

Mit großen Namen aus der internationalen Triathlon-Szene, mehr als 2.500 gemeldeten Athleten insgesamt und der für die Challenge-Family obligatorischen hohen Wettkampf-Qualität sollte der 2. Challenge Cairns am 3. Juni dieses Jahres über die Bühne gehen. Auch von politischer Seite war das große Familien-Triathlonfest von Anfang an gewünscht und massiv unterstützt worden. Veranstaltet in engster Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und der nationalen Tourismusorganisation, sollte der Challenge Cairns als fester Markenbegriff langfristig auch dazu beitragen, die Tourismuswirtschaft in der Region North Queensland anzukurbeln.


Bedauerlicherweise für die Athletengemeinschaft, die örtliche Community und die sport-politischen Kräfte der Region Queensland sowie die Marke Challenge wird es dazu nun nicht kommen. Nach Überzeugung von Felix Walchshöfer, Geschäftsführer der Challenge-Family, erlauben die neuen Besitzverhältnisse keine Zusammenarbeit des Labels Challenge mit der Firma USM Events zu den fixierten Vertragsbedingungen. “Wir sind eine weltweit agierende Organisation, dennoch wird die Challenge-Serie von einem Familienunternehmen getragen, das sich ganz klar definierte Werte und Leitlinien auf die Fahnen geschrieben hat. Dazu gehört in erster Linie, dass wir unseren Athleten bei all unseren Rennen eine extreme hohe Wettkampfqualität bieten wollen, und das in der einzigartigen Challenge-Atmosphäre, die unsere Triathlon-Wettkämpfe zu ganz besonderen Erlebnissen für die Sportler macht”, führt der Challenge-Chef aus. “Wir wurden durch die Übernahme von USM Events durch die WTC vor vollendete Tatsachen gestellt. Dies geschah in vollem Wissen darüber, dass der Vertrag ein solches Vorgehen eindeutig verbietet. Die neue Konstellation entspricht nicht den Vorstellungen und Werten der Challenge-Family. Darüber hinaus wäre es untragbar für uns, die WTC als Lizenznehmer für eines unserer Rennen zu akzeptieren. Wir könnten auch nicht sicherstellen, dass unser Hauptkonkurrent Ironman den Challenge-Wettkampf nach den Qualitätsrichtlinien austragen würde, den unsere Athleten von einem Challenge erwarten. Die Entscheidung, Cairns das Challenge-Label zu entziehen, ist für uns die einzig denkbare Konsequenz”.

 

Felix Walchshöfer weiter: “Wir sind nach wie vor absolut überzeugt von unseren staatlichen und kommunalen Partnern in Cairns, in Queensland und in ganz Australien, und wir sind auch sehr stolz darauf, wie eng und freundschaftlich unsere Beziehungen in nur einem Jahr geworden sind. Wir hoffen sehr, dass unsere Athleten diese Entscheidung verstehen, zu der es keine Alternative gab. Selbstverständlich haben alle gemeldeten Athleten vollen Anspruch auf Rückzahlung der Startgebühren, falls sie das wünschen. Was die Challenge-Family betrifft, stehen wir mit neuen potenziellen Partnern in Kontakt, um neue Möglichkeiten für 2013 oder später auszuloten und unseren loyalen Athleten eine Alternative auf dem gewohnt hohen Challenge-Niveau anzubieten“.

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