02.02.2012

Kapstadt muss ohne Challenge auskommen

Die für den 6. November 2011 geplante und dann kurzfristig verschobene Premiere des Challenge Kapstadt wird auch 2012 nicht stattfinden. Dazu hat sich TEAMCHALLENGE als Veranstalter der weltweiten Challenge-Serie nach reiflicher Überlegung jetzt entschieden.

 

Für seine im Wachstum begriffene Wettkampfserie mit inzwischen 12 Triathlon-Veranstaltungen legt TEAMCHALLENGE extrem hohe Qualitätsmaßstäbe bezüglich Sicherheitsstandards und Ausgestaltung der Rennen an. Für den Challenge Kapstadt hätten diese Standards nach Ansicht von TEAMCHALLENGE trotz intensivem Support durch die Challenge-Family auch 2012 nicht gewährleistet werden können. Bei mehrmaliger – auch persönlicher – Intervention vor Ort konnte die Stadt Kapstadt die nötige Planungssicherheit für einen internationalen Wettkampf dieser Größenordnung letztlich nicht vermitteln. Zwar legte die Stadt Kapstadt in der ersten Phase der Vorbereitungen ein unglaubliches Engagement an den Tag, war dann aber mit der Dimension der Organisation ganz offensichtlich überfordert. So ist beispielsweise die ursprünglich fest zugesagte Vollsperrung der Radstrecke für den Autoverkehr (in Südafrika herrscht Linksverkehr) inzwischen von der Stadtspitze zurückgenommen worden – nach Ansicht von TEAMCHALLENGE ein zu großes Risiko für die Athleten.

 

Darüber hinaus führten unterschiedliche Denkweisen leider auch zu erheblichen Differenzen mit dem örtlichen Organisator Grant Kunneke. Termine und Absprachen wurden nicht eingehalten, so dass TEAMCHALLENGE schließlich die Reißleine zog und jetzt den Vertrag mit Kunneke aufkündigte, um weiteren Schaden abzuwenden. Zu Verzögerungen kommt es derzeit noch bei den Rückzahlungen der Startgebühren an die (für den ursprünglichen Wettkampftermin am 6. November 2011) angemeldeten Athleten – ein Teil der Startgelder wurde bereits in die Organisation des Rennens investiert.

 

In einer E-Mail hat TEAMCHALLENGE daher am 2. Februar alle Athleten über die Modalitäten informiert, wie sie ihr Geld vom Veranstalter in Südafrika zurückerstattet bekommen. „Wir bedauern zutiefst die Unannehmlichkeiten, die unseren Athleten entstanden sind“, so Kathrin Walchshöfer, Marketingleiterin bei TEAMCHALLENGE. „Mit unserer Information an alle Athleten haben wir jedoch größtmögliche Transparenz hergestellt und hoffen, dass die Rückzahlungen nun zügig erfolgen. Die Vorgänge in Kapstadt bestärken uns aber auch darin, dass es richtig und wichtig war, das Rennen abzusagen. Schließlich hat bei der Challenge-Weltserie die Sicherheit der Athleten und die Qualität der Veranstaltungen immer oberste Priorität.“

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