10.07.2012

Helden treffen Helden

Top-Starter bedanken sich bei 3.600 freiwilligen Helfern

 

„Super, dass ihr das macht!“ bedankte sich am vergangenen Montag Jens Kleve von der Hardtsee-Mafia bei den rund 5.600 Helfern des Challenge Roth 2012. Beim obligatorischen Helferfest freute sich der Agegrouper, endlich einmal Danke sagen zu können, so dass die es auch hören, die es verdient haben. Damit sollte er nicht der Letzte an diesem Abend bleiben. Auch Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer bedankte sich bei den Freiwilligen aus Stadt und Landkreis. Seine Stimme war allerdings etwas angeschlagen „Ich habe Alles gegeben - wie Ihr auch!“. Das mache den Landkreis so einzigartig.

 


Mit großem Applaus begrüßten die vielen Freiwilligen im Zelt im Rother Triathlonpark Alice, Kathrin und Felix Walchshöfer. Und Felix gestand, dass ihn ein Rekord in diesem Jahr besonders stolz mache: Der von 5.600 Helferinnen und Helfern an der Strecke, nochmals mehr als im Vorjahr. „Ihr seid das Herz und die Seele dieser Veranstaltung!“ Den Dank könne man nicht in Worte fassen, sondern nur durch eine Geste demonstrieren. Felix Walchshöfer kniete auf der Bühne nieder und verbeugte sich vor der Leistung. Der Präsident der Deutschen Triathlon Union, Dr. Martin Engelhardt, habe ihn gebeten, den Helfern seinen großen Dank auszusprechen. Beinahe aller Rennen auf der Welt habe er gesehen, aber so etwas wie in Roth noch nie, hatte Renato Bertrandi verraten. Auch Bernhard „Fleischi“ Fleischmann von den BAYERN3-Frühaufdrehern sei es ähnlich ergangen. Er war schon bei vielen Weltmeisterschaft und Sportwettkämpfen, aber eine so emotionale Stimmung und eine so tolle Organisation haben ihn absolut zu Tränen gerührt.


Felix Walchshöfer berichtet aber auch von vielen Altersklasseathleten, die er im Ziel persönliche willkommen hieß, keiner hatte etwas zu bemängeln, aber fast jeder sagte nach dem Überqueren der Ziellinie „Eure Helfer sind so genial!“

 


Schon lange seien die Kameraden der Bundeswehr auf der Laufstrecke als Helfer präsent, seit zwei Jahren nun auch bei der Radversorgungsstelle in Eckersmühlen. Felix Walchshöfer bedaure es aber sehr, dass dies auf Grund der Strukturreform der Bundeswehr im nächsten Jahr nicht mehr der Fall sein werde. Als Rückgrat der Veranstaltung bedankte er sich vor allem bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis, die mit rund 600 Helfern die Strecken sichern. „Wir sind Challenge, das haben wir gestern der ganzen Welt wieder bewiesen!“


„Viel mehr, als ich je gedacht hätte“, schwärmte die Siegerin und Europameisterin Rachel Joyce. Es habe sich angefühlt, als ob ganz Bayern an der Strecke stehen würde. Und auch James Cunnama kam es so vor, als ob jedes Mal, wenn er um eine Ecke bog, jemand da stand, um ihm Hilfe anzubieten oder ihn anzufeuern. Ein lang gehegter Traum sei so dank der vielen Helferinnen und Helfer endlich in Erfüllung gegangen.

 


Nachdem Sonja Tajsich 2002 schon einmal in Roth war, war für sie der Entschluss da, mit der Langdistanz anzufangen. Doch mittlerweile sie das Rennen noch viel toller geworden. So viele Helfer wie in Roth gebe es wohl auf der Welt sonst nirgendwo. „Das muss ich wieder haben!“

 


Und auch für den frisch gebackenen Europameister Timo Bracht ist klar: Er will unbedingt einmal den Challenge Roth gewinnen. 2013 soll es folglich zur Revanche kommen.


Die beiden Europameister Rachel Joyce und Timo Bracht durften sich anschließend ins Goldene Buch der Stadt Roth eintragen, das Bürgermeister Ralph Edelhäußer und der dritte Bürgermeister der Kreisstadt Hans Raithel - zugleich Wettkampfleiter für die Schwimmstrecke - mitgebracht hatten. „Danke an Bevölkerung und Politik, dass ihr den Challenge möglich macht!“, schrieb Timo Bracht.

 

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