07.07.2012

„Roth ist Triathlon und Triathlon ist Roth“

Anlässlich der Offiziellen Europameisterschaft der ETU auf der Triathlon-Langdistanz lud die Stadt Roth die Delegation des Europäischen Triathlonverbandes (ETU), der DTU, des spanischen Verbandes und die Challenge Family ins Schloss Ratibor ein. Gleich zu Beginn des Empfangs machte Bürgermeister Ralph Edelhäußer auf die herausragende Stellung Roths im Triathlonsport aufmerksam, 1990 schlossen sich an selber Stelle, im Markgrafensaal, die bisher getrennten Verbände der DDR und der BRD zur Deutschen Triathlon Union DTU zusammen.

 


Roth zeichne vor allem die gewachsenen Strukturen aus, die Bürgerhätten hier „Triathlon in the heart“. Die Verknüpfung zwischen Veranstalter und Politik funktioniere hier besonders gut, was nicht nur Hans Raithel unter Beweis stelle, dritter Bürgermeister und Wettkampfleiter auf der Schwimmstrecke.


Was der Sport mit Roth anstelle, sei absolut faszinierend, betonte Edelhäußer und sprach von Liebe zum Triathlon und Enthusiasmus für den Wettkampf. Es sei aber auch besonders wichtig, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu danken, „Wo sonst gibt es 5.600 freiwillige Helfer als in Roth?“


Geradezu infiziert sei der ganze Landkreis vom Triathlonfieber, diagnostizierte Hannedore Novotny in Stellvertretung für Landrat Herbert Eckstein, „hier ist man Triathlon!“. Schon von Kindesbeinen an gehört der Triathlon in die Lebensgeschichte eines jeden Landkreisbürgers.

 


Ein Gedanke, den auch der Präsident der ETU Renato Bertrandi aufgriff. Seit 1990 sei er begeistert vom Triathlonsport, ja nahezu fanatisch. Triathlon sei eben mehr als „nur“ eine Sportart, vielmehr sei es eine Lebensphilosophie. Wenn er jetzt die Stimmung in Roth erlebt überlege er selbst, nicht wieder aktiv zu werden, zu schwimmen, Rad zu fahren und den abschließenden Marathon im Wettkampf zu bestreiten.


Eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu organisieren, bedürfe es großer Unterstützung. Er habe jetzt einen Einblick hinter die Kulissen des Rother Rennens erhalten und sei für die Unterstützung aller sehr dankbar, die Roth zu dem machen, was es ist – „beeindruckend“.


Stellvertretend für Dr. Martin Engelhardt, den Präsidenten der DTU, zeigte sich Vizepräsident Bernd Rollar stolz darüber, die Europameisterschaft in Deutschland zu haben. „Roth wäre auch der richtige Ort für ein Triathlonmuseum“, zollte er dem geschichtsträchtigen Ort Respekt.


Besonderen Dank sprach Rennleiter Felix Walchshöfer der Generalsekretärin des spanischen Triathlonverbandes Alicia Garcia Pérez aus, sie hatte es eingefädelt, dass sich die ETU für Roth als Austragungsort entschied. Ebenso dankte Walchshöfer der ETU für die stets gute Arbeitsatmosphäre und das große Vertrauen, das die Funktionäre der Challenge Family entgegenbrachten. Nach dem Wechsel in der Führungsspitze der DTU sei auch hier ein gutes Miteinander entstanden. Stolz sei man, ab 2013 die Drei-Jahres-Zusage für die deutsche Meisterschaft erhalten zu haben.


Stets habe die Stadt Roth und auch der Landkreis offene Ohren und gebe Unterstützung, wo es nur möglich sei. Dafür sei Walchshöfer besonders dankbar. Die kurzen Wege machen sich bezahlt.

 

Besondere Ehre wurde anschließend Renato Bertrandi und Alicia Garcia Pérez zu teil, sie durften sich in das goldene Buch der Stadt eintragen.

 

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