08.07.2011

Ganz normaler Wahnsinn in der Meldestelle

Ungewöhnlich viel los war bereits am frühen Freitagnachmittag in der Meldestelle auf dem Rother Festplatz, doch die langgediente und erfahrene Meldestellen-Chefin Helga Bauer kann so etwas nicht aus der Ruhe bringen. Immerhin kennt Helga das Geschäft schon seit unglaublichen 24 Jahren. „Da bringt einen so schnell nichts mehr aus der Ruhe“ lacht Helga Bauer, die schon beim allerersten Franken-Triathlon mit dabei war.

 

 

Chefin über ein Riesen-Imperium in Rot: Helga Bauer.

 

Helgas Wirkungskreis ist das Back Office, für den eigentlichen „Dienst am Kunden“ vorne am Counter hat die Chefin „ihre Mädels“. Darunter ist seit vier Jahren erstmals auch ein Mann. John Arenas trägt seinen „Hahn im Korb“-Status mit Humor und versteht sich prächtig mit seinen weiblichen Kolleginnen. Gemeinsam mit Sandra Mack und einem Dutzend weiterer Counterkräfte bedient er die Sportler, unüberprüft Ausweise und Startpässe, lässt die Athleten unterschreiben und übergibt schließlich Teilnehmerbändchen und die feuerroten Starterbeutel. Und wenn wirklich mal ein Problem auftaucht, ist Sandra Mack sofort an seiner Seite. Denn auch sie gehört zu den „alten Hasen“ im Meldestellenzelt. „Ich mach das jetzt schon seit meiner Kindheit, das sind jetzt auch schon wieder 19 Jahre“, meint Sandra und lacht. Dass in diesem Jahr schon so früh die Athleten die Meldestelle stürmen, hängt ihrer Meinung nach mit der Nudelparty zusammen. „Langsam hat sich wohl mal herumgesprochen, dass direkt kurz vor der Nudelparty Wartezeiten entstehen. Da hat ein gewisser Lerneffekt eingesetzt“. Trotzdem wissen Sandra, John und die Kolleginnen, was sie bis zur Schließung der Meldestelle geleistet haben: Gerade mal zwei Minuten dauert’s, bis wieder ein Athlet glücklich mit seinem knallroten Starterbeutel abzieht – das sind 30 Challenger pro Stunde. Aber deswegen sehen die Meldestellen“mädels“ noch lange nicht Rot.

 

 

Sandra Mack und John Arenas bilden ein prima Team.

 

Fotos: Carin Dennerlohr

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