15.08.2010

„Aussie Aussie Oi Oi Oi“– Australischer Doppelsieg bei der ersten Auflage des Challenge Kopenhagen

Vor einer atemberaubenden Kulisse in der dänischen Hauptstadt sicherten sich Tim Berkel und Rebekah Keat die Spitzenplätze beim ersten Challenge Kopenhagen und auch für die nordischen Local-Heros gab es Grund zum Feiern.

Was für eine Premiere! Erst sorgten monsunartige Regenfälle am Samstag – die stärksten in Dänemark seit mehr als 50 Jahren – für „Land unter“ auf der Radstrecke, dann feierten am Sonntag tausende Helfer, Fans und Athleten für ein unglaubliches Rennen mit einem Finish unter strahlend blauem Himmel.

Der erste auf der Finishline vor dem dänischen Parlament war Tim Berkel (AUS) mit einer Zeit von 8:07:39. Als sechster aus dem Wasser am Amager Strand musste der Aussie in der ersten Radrunde die Spitze des Rennens zwar noch jagen, beim zweiten Wechsel hatte der Mann von Down-Under aber bereits 2:58min Vorsprung auf seinen Verfolger Tommy Nielson, weitere 3 Minuten dahinter reihte sich mit Jens Gronbek bereits der zweite Däne ein. Mit einem soliden Marathon (2:46:54) war Berkel bis zum Ziel nicht mehr einzuholen, die Local-Heros verpassten allerdings das doppelte dänische Podium knapp. Den zweiten Rang hinter dem Aussie sicherte sich der Neuseeländer Keegan Williams (8:15:52), der dritte Podiumsplatz ging an den stärksten Dänen des Tage Jens Gronbek (8:17:34).

 

 

Bei den Damen schaffte es die hochgehandelte dänische Athletin Lisbeth Kristensen zwar trotz Heimvorteil auf dem technisch anspruchsvollen Radkurs nicht unter die Top 3, dafür erwischte Rebekah Keat ein Mal mehr einen Glanztag. An Position zwei – hinter Hillary Biscay - aus dem Wasser, stürzte die Australierin zwar bereits zu Beginn der ersten Bikerunde, zeigte auf dem restlichen Radkurs aber ihre absolute Weltklasse. Mit einem riesigen Vorsprung von gut 16 Minuten auf Landsfrau Belinda Granger ging die Zweite des Challenge Roth auf den abschließenden Marathon. Die rund 125.000 Zuschauer an der Marathon-Strecke sorgten dafür, dass dieser Vorsprung sogar noch anwuchs. Am Ende hatte Keat im Zielstadion vor dem Parlament mit einer großartigen Zeit von 8:54:36 mehr als 20 Minuten Vorsprung auf Belinda Granger (9:15:25), die auf dem Rad ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hatte. Die letzten 10 Kilometer absolvierte die „Grand-Lady des Triathlon“ nämlich mit einem Platten im Hinterrad. Auf dem dritten Platz finishte überraschend die Schwedin Camilla Lindholm in 9:26:55.

Trotz Wetterkapriolen und Platten steht eins für Belinda Granger und Rebekah Keat allerdings fest: sie kommen wieder! „Ich bin einige Marathons gelaufen, aber das hier in Kopenhagen war der Beste!“, adelte Granger das dänische Publikum. Rebekah Keat schließt sich dem an, mit einem einfachen „I love Copenhagen!“.

 

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