18.07.2010

Sieg in Fabelzeit für Rasmus Henning

Der Däne Rasmus Henning, zum ersten Mal in Roth am Start, konnte in der viertschnellsten je gelaufenen Zeit von 7:52:36 Stunden den 9. Challenge Roth für sich entscheiden. Damit kam er dem „alten“ Rekord von Luc van Lierde aus dem Jahr 1997 hautnah. Mit dieser Ausnahme-Leistung hat sich der 34-Jährige, der erst im letzten Jahr mit Langdistanz-Triathlonwettkämpfen begonnen hatte, ebenfalls einen Eintrag in den Geschichtsbüchern erkämpft.

"Es waren heute einfach perfekte Bedingungen in Roth, ich war mit meinem Schwimmen sehr zufrieden, das Radfahren war dann nicht so berauschend, aber beim Laufen sind meine Beine richtig geflogen, obwohl das Kopfsteinpflaster auf dem Rother Marktplatz schon eine Herausforderung war", so Henning nach seinem Finish überglücklich. "Die tolle Atmosphäre mit den fantastischen Zuschauern war ganz sicher der Schlüssel zu diesem außergewöhnlichen Wettkampf. Im übrigen bin ich durchaus der Meinung, dass die alte Weltbestzeit der Männer in naher Zukunft gebrochen werden kann, wir sind nahe dran".





Roths neuer Held Rasmus Henning lässt sich vom Publikum frenetisch feiern.

Der deutsche Newcomer Sebastian Kienle, der über weite Teile des Wettkampfs dominiert hatte, musste bei seiner allerersten Langdistanz nach 33 Kilometern des Marathons abreißen und den Dänen passieren lassen. Für Sebastian Kienle reichte es dennoch zu einem hervorragenden zweiten Platz mit einer Zeit von 7:59:06 Stunden, gleichzeitig bedeutete dies auch den Deutschen Meistertitel. Und sogar Jürgen Zäcks berühmten Radrekord konnte Sebastian Kienle brechen - nur Andreas Raelert war in Frankfurt kürzlich noch etwas schneller.

Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte sich der Spanier Eneko Llanos nach einer stabilen Wettkampfleistung in 8:02:33 Stunden. Ganz zufrieden war Llanos mit seiner eigenen Performance bei seinem dritten Roth-Start jedoch nicht: "Ich fühlte mich heute müde, das war einfach nicht mein Tag. Ich werde ein weiteres Mal bei diesem fantastischen Rennen starten müssen, das ich für eines der besten der Welt halte, um den Zuschauern hier endlich mal meine volle Leistung zu zeigen".




Verdienter Zweiter: Sebastian Kienle, der neue Deutsche Meister.




Eneko Llanos im Ziel.


Perfekte Wetterverhältnisse mit rund 26 Grad Lufttemperatur unter freundlichem weiß-blauem Himmel und wenig Wind machten die fabelhaften Wettkampfergebnisse in der Triathlon-Hcchburg Roth möglich, mehr als 150.000 euphorische Zuschauer erlebten an den Strecken und im Triathlon-Stadion ein begeisterndes Rennen mit, dem die Traumresultate die Krone aufsetzten.

ERGEBNISSE
1) Rasmus Henning (DEN) (46:57/4:23:25/2:39:43) 7:52:362
2) Sebastian Kienle (GER) (52:15/4:14:07/2:50:17) 7:59:06
3) Eneko Llanos (ESP) (47:01/4:24:26/2:48:01) 8:02:33
4) Pete Jacobs (AUS) (46:51/4:25:42/2:53:43) 8:08:56
5) Michael Goehner (GER) (52:20/4:29:3/2:48:11) 8:13:09

Fotos: Claudia Weinig, Robert Gerner und Jürgen Dennerlohr

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