07.06.2010

Challenge Kraichgau: Sieg für Stadler und Keat

Es war spannend bei der zweiten Auflage des Challenge Kraichgau. Titelverteidiger Sebastian Kienle und Normann Stadler lieferten sich eine heiße Verfolgungsjagd auf dem Rad, bis der 25-jährige Kienle in einer scharfen Linkskurve auf Rollsplitt ausrutschte und stürzte. "Das Tempo hat gepasst, nur die Kurve war zu eng. Ganz klar mein Fehler, aber morgen geht’s mit dem Training weiter.“

Damit war der Weg frei für Verfolger Normann Stadler, der bis dahin seine Konkurrenz auf dem Rad hinter sich ließ. Mit rund fünf Minuten Vorsprung auf den Challenge Roth-Gewinner Michael Göhner und den Franzosen Francois Chabaud ging Stadler in Führung, ließ sich den Sieg auch auf der Laufstrecke nicht mehr nehmen: "Ich hab dann einfach nur versucht, das Rennen konstant zu Ende zu laufen. Das ist mir auch gelungen“, so Stadler, der sich über seinen ersten Challenge-Sieg sehr freute.

 


Glücklicher Challenge-Sieger: Normann Stadler.    
                                      Foto: TEAMChallenge


Mit einer Laufzeit von nur 1:09:37 Stunden kämpfte sich der Südafrikaner James Cunnama vor bis auf einen fabelhaften zweiten Platz, vorbei an Michael Göhner, der sich den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte: "Der Formtest für Roth war durchaus positiv. Natürlich wäre ich gern Zweiter geworden. Aber ich bin sehr aggressiv Rad gefahren - das hab ich dann beim Laufen gemerkt.“

Für Rebekah Keat aus Australien entschied sich das Rennen auf der letzten Laufrunde. Bis dahin waren Tiina Boman aus Finnland und Keat auf dem Rad sehr eng zusammen gewesen, doch die Titelverteidigerin lief der Finnin nach dem zweiten Wechsel schnell davon und konnte so einen konstanten Vorsprung auf ihre Konkurrenz ausbauen. "Das Rennen war sehr hart, denn Tiina war nie weit weg von mir. Ich denke, das ist auch der Grund, warum ich vier Minuten schneller war als letztes Jahr“, so die glückliche Gewinnerin, die mit einer Zeit von 4:27:28 Stunden einen neuen Streckenrekord in Kraichgau aufstellte.

 


Die Veranstalter der zweiten Auflage blicken auf eine gelungene Veranstaltung zurück. "Wir haben in diesem Jahr nicht nur einen Teilnehmerrekord, sondern auch einen Zuschauerzuwachs zu verzeichnen," so Rennleiter Björn Steinmetz nach dem Wettkampf. 50.000 begeisterte Triathlonfans waren gekommen, um die Athleten bei heißen Temperaturen anzufeuern. Dabei kam es auch zu spontanen „Badespaß-Aktionen“: Anwohner stellten den Athleten auf der Laufstrecke ihre Gartenschläuche zur Verfügung und sorgten so für zusätzliche Abkühlung.

 

 

 

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