Challenge Roth - Die Historie

2002

Nach der Rückgabe des Ironman-Labels 2001 wegen unannehmbarer Forderungen des damaligen WTC-Präsidenten durch Detlef Kühnel wagt sein Nachfolger Herbert Walchshöfer einen Neuanfang – und gründet das neue Label „Quelle Challenge Roth“. Die Premiere am 14. Juli 2002 gelingt auf Anhieb – und auf höchst überzeugende Art. „Roth bleibt Roth“ jubeln die Zeitungen und: „Fans bleiben ihrem Triathlon treu“. Lothar Leder, dem „König von Roth“, gelingt der Hattrick, zum dritten Mal in Folge geht er als Sieger über die Finishline mit einer Siegerzeit von 8:17:25 Stunden, gefolgt von Cameron Brown/Neuseeland (8:21:29) und Thomas Hellriegel (8:21:53). Bei den Damen kann Nina Kraft mit 9:12:41 Stunden das Rennen für sich entscheiden, die Ungarin Erika Csomor ist gut 20 Minuten langsamer. Nicole Leder als Dritte braucht damals noch 9:46:00 Stunden für die Strecke – eine Zeit, die die Sportlerin der Zukunft“ schon im Folgejahr locker unterbieten wird.

2003

Das Jahr 2003 geht in die Geschichte des Triathlon ein - mit dem berühmt gewordenen „Herzschlagfinale“ zwischen Favorit Lothar Leder und dem Australier Chris McCormack. Bis Kilo-meter 39 liegen die beiden gleichauf. Auf den letzten zweihundert Metern sucht Leder die Entscheidung, in einem unglaublichen Spurt überquert er nach 8:11:50 Stunden die Ziellinie und gewinnt – drei Sekunden vor seinem Konkurrenten! Für Leder gibt es nach diesem hart erkämpften Sieg noch einen zweiten Grund zur Freude: Seine Frau Nicole, diesmal in unschlagbarer Bestform, verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als eine halbe Stunde, gewinnt das Frauenrennen überragend in 9:15:01 Stunden. Erster Doppelsieg für die Leders in Roth!

2004

2004 hat sich der Quelle Challenge Roth endgültig etabliert, darf sich in punkto Teilnehmerzahlen erstmals „weltgrößter Triathlon in der Langdistanz“ nennen, und die Zuschauer sehen ein Weltklasse-Rennen, bei dem Faris Al-Sultan und Timo Bracht weitgehend die Motoren der Dramaturgie für Zeiten unter acht Stunden sind. Dennoch findet die „Wachablösung“ nicht statt: Ein strahlender Chris McCormack feiert einen glänzenden Sieg unterhalb der magischen Acht-Stunden-Grenze mit einer Zeit von 7:57:50 Stunden, Faris Al-Sultan kommt knapp eine Minute später mit 7:58:57 ins Ziel. Bei den Frauen siegt mit 9:13:57 Stunden einmal mehr eine überragend fightende Nicole Leder, die mit 2:52:46 Stunden einen neuen Marathon-Streckenrekord aufstellt.

2005

2005 entscheidetChris McCormack zum zweiten Mal nach 2004 den Quelle Challenge Roth für sich: Nach absolut souveränem Wettkampf läuft der sympathische Australier erneut unter acht Stunden, exakt nach 7:58:45 Stunden, über die Finishline. Erst zehn Minuten später folgt der Hawaii-Vierte Alex Taubert mit 8:08:17, der verdient Deutscher Meister wird. Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte sich sein Teamkollege Timo Bracht mit 8:14:26 Stunden. Auch in der Frauenkonkurrenz gibt es in diesem Jahr einen Sieg für Australien: Belinda Granger macht ihren Traum wahr und landet bei ihrem zweiten Start in Roth mit 9:14:06 Stunden ganz vorne. Zweite wird Vorjahressiegerin Nicole Leder in 9:25:42 Stunden.

2006

Der Sieger des 5. Quelle Challenge Roth am 2. Juli 2006 heißt zum dritten Mal in Folge Chris McCormack. Er überquert nach 8:00:52 Stunden die Finish Line, lässt sich schon vorher auf der Stadionrunde von tausenden von Fans feiern und „verschenkt“ durch sein Bummeln quasi die magische Acht-Stunden-Marke. Egal: Das Einzige, was für ihn zählt, ist der „härteste Sieg in Roth“ – und natürlich der Sieg über Hawaii-Sieger Faris Al-Sultan. Dessen überragendes Ergebnis von 8:03:29 Stunden reicht zum zweiten Platz. Für eine Überraschung sorgt der Neuseeländer Kieran Doe, der mit 8:11:07 Stunden Dritter wird. Ebenso unerwartet auch der Ausgang des Frauenrennens: Die Neuseeländerin Joanna Lawn ist die neue „Queen of Roth“. Bei ihrem ersten Start beim Quelle Challenge Roth geht die Athletin nach exakt 9:01:17 Stunden über die Finishline. „Entthront“ wird die zweimalige Roth-Siegerin Belinda Granger (AUS) - und das trotz persönlicher Bestzeit von 9:10:27 Stunden.

2007

Es ist genau zehn Jahre her, dass der Belgier Luc van Lierde beim Quelle Ironman Europe eine Weltbestzeit auf der Langstrecke hinlegte, die bislang mit 7:50:27 Stunden Gültigkeit hat. Das soll sich dieses Jahr ändern: TEAMCHALLENGE lobt deshalb eine Siegprämie von sagenhaften 100.000 Dollar aus und will damit Chris McCormack zu neuen Höchstleistungen anspornen. Tatsächlich wird es für den „Aussie“ das Rennen seines Lebens. Verfolgt von „Hells on wheels“ Thomas Hellriegel, der schließlich Vierter wird, gewinnt Macca das „Best Old Race“ zum vierten Mal. Für eine neue Weltbestzeit haben die 7:54:23 Stunden nicht ganz gereicht  - aber für ohrenbetäubenden Applaus und die überbordende Begeisterung seiner Fans. Eine Stunde später gibt es dann doch noch eine Überraschung in Roth: Die blonde Niederländerin Yvonne van Vlerken gewinnt bei ihrem ersten Start in Roth in einer Fabelzeit von 8:51:53 Stunden – nur eine Minute über Weltbestzeit.

Einer, der viele große Sieger in Roth hat kommen und gehen sehen und die Marke Challenge zu weltweitem Ansehen geführt hat, geht im Herbst dieses Jahres 2007 über seine eigene Finish Line: Herbert Walchshöfer. Am 25. Oktober erliegt der charismatische Challenge-Gründer einer schweren Krankheit. Triathleten aus aller Welt trauern um ihn. Doch Herbert Walchshöfer hat seinem Sohn und Nachfolger Felix einen wohlgeordneten Kosmos hinterlassen. Das Label Challenge lebt in Herberts Sinn weiter.

2008

Der Neukaledonier Patrick Vernay gewinnt - völlig überraschend für alle - die 8. Auflage des Quelle Challenge Roth.  Bei strömenden Regen, der die Athleten vom Start weg begleitet und erst am Nachmittag nachlässt, kann Vernay den Wettkampf in  8:09:34 Stunden für sich entscheiden und verweist den Australier Pete Jacobs (8:12:53) auf Platz zwei. Dahinter holt sich Torbjorn SindballePlatz drei. Für die eigentliche Sensation des Tages sorgt aber wieder einmal Yvonne van Vlerken: Sie knackt tatsächlich die Weltbestzeit und finisht nach 8:45:48 Stunden. So schnell war noch keine Frau auf der Langdistanz. Nicht ganz unschuldig ist die antreibende Ungarin Erika Csomor an dem Höllenritt.  Auch sie kann schließlich mit 8:47:05 Stunden Paula Newby-Frasers alte Bestmarke von 1994 deutlich schlagen.

2009

Das hätte niemand für möglich gehalten: Mit einer doppelten Weltbestzeit der Frauen schreibt der Quelle Challenge Roth erneut Triathlon-Geschichte. Die amtierende Weltmeisterin Chrissie Wellington (GB) stampft die erst ein Jahr alte, ebenfalls in Roth aufgestellte bisherige Weltbestzeit von 8:45:48 Stunden buchstäblich in Grund und Boden. Mit unglaublichen 8:31:59 Stunden verbessert die Britin den bisherigen Rekord um nahezu vierzehn Minuten und setzt damit völlig neue Maßstäbe für den Triathlonsport der Frauen. Die Weltsensation von Roth komplettiert die Australierin Rebekah Keat: Mit 8.39.24 Stunden bleibt sie ebenfalls deutlich unter der alten Rekordzeit. Dritte wird die Schottin Catriona Morrison bei ihrem ersten Langdistanz-Rennen. Bei den Männern gewinnt der Reutlinger Michael Göhner souverän in der viertschnellsten jemals in Roth gelaufenen Zeit (7:55:53), komfortable 6:08 Minuten schneller als der Zweitplatzierte Pete Jacobs (AUS), Dritter wird überraschend der Neuseeländer Richard Ussher.

2010

Erneut Weltrekord für Triathlon-Queen Chrissie Wellington! DieTriathlon-Weltmeisterin macht das Undenkbare wahr, gewinnt in neuer Weltbestzeit von 8:19:13 Stunden auch den 9. Challenge Roth und unterbietet ihren eigenen, im Vorjahr aufgestellten Weltrekord von 8:31:59 Stunden (schon dies 2009 eine Sensation) um weitere nahezu 12 Minuten. Mit ihrer Fabelzeit, die in die Triathlon-Geschichte eingeht, landet sie darüber hinaus auf Platz 7 im
Gesamtklassement und verweist sogar namhafte männliche Top-Athleten der Weltspitze auf die Plätze. Für Rebekah Keat, die Zweitplatzierte, bleibt trotz ihrer Fabelzeit von 8:52:10 Stunden nur der zweite Platz, die Tschechin Tereza Marcel ist nach 9:09:29 Stunden als Dritte im Ziel. Der Däne Rasmus Henning, zum ersten Mal in Roth am Start, kann in 7:52:36 Stunden den 9. Challenge Roth für sich entscheiden. Damit kommt er dem „alten“ Rekord von Luc van Lierde aus dem Jahr 1997 hautnah. Sebastian Kienle wird mit 7:59:06 Stunden Zweiter, den dritten Platz auf dem Treppchen sichert sich der Spanier Eneko Llanos in 8:02:33 Stunden.

2011

10 Jahre Challenge Roth:Für Stadt und Landkreis Roth, aber auch für die Triathlon-Welt ein Grund zum Feiern. In einem Jahrzehnt hat sich das Qualitäts-Label etabliert, ist jedes Jahr binnen Minuten ausgebucht und nicht nur der wohl schönste, sondern auch der beliebteste Triathlon weltweit – die Auszeichnung „Rennen des Jahres“ der Zeitschrift triathlon im November beweist das. Zuvor gibt es zum 10-jährigen Jubiläum eine Weltsensation: Die Ausnahme-Athleten Chrissie Wellington und Andreas Raelert schenken dem Challenge zum Geburtstag eine doppelte Weltbestzeit, die für alle Zeit in den Geschichtsbüchern stehen wird und den Challenge Roth endgültig in den Rang eines Mythos hebt. Der überragend fightende Andreas Raelert siegt bei seiner Roth-Premiere mit einer Fabelzeit von 7:41:33 Stunden. Die Weltsensation perfekt macht die dreifache Hawaii-Siegerin Chrissie Wellington, die zum dritten Mal in Folge beim Challenge Roth - und wieder in neuer Weltbestzeit – gewinnt. Ihren eigenen Rekord aus dem Vorjahr von 8:19:13 Stunden unterbietet die beste Triathletin der Welt um genau eine Minute und überquert die Finishline nach 8:18:13 Stunden.

2012

Zum ersten Mal darf der Challenge Roth die Offizielle Triathlon-Europameisterschaft der ETU auf der Langdistanz ausrichten und erweist sich als glanzvoller und herzlicher Gastgeber. Auch in sportlicher Hinsicht ist es ein bemerkenswerter Tag. Bei einem durchwegs spannenden Rennen hat der Südafrikaner James Cunnama mit einer Zeit von 7:59:59 Stunden die Nase vorn - einen Wimpernschlag unter der magischen Acht-Stunden-Grenze. Zweiter und  Offizieller Europameister der ETU auf der Langdistanz wird Timo Bracht, Dritter der Schweizer Mike Aigroz. Bei den Frauen holt sich die überlegene Britin Rachel Joyce den Sieg in 8:45:04 vor der Deutschen Sonja Tajsich und der Vorjahres-Zweiten Julia Gajer. Damit darf sich die Britin auch Offizielle Europameisterin der ETU über die Langdistanz nennen.

2013

Mit zwei absoluten Überraschungen kann die Premiere des DATEV Challenge Roth aufwarten. Beim ersten Rennen unter dem neuen Titelsponsor DATEV gewinnen mit dem Wahl-Luxemburger Dirk Bockel und der Schweizerin Caroline Steffen zwei Roth-Neulinge das Rennen. Bockel bleibt bei seinem unangefochtenen Sieg mit 7:52:01 Stunden deutlich unter der magischen Acht-Stunden-Marke, erst zwölf Minuten später kommt James Cunnama über die Finish Line. Timo Bracht macht – nach einer unglücklichen Radpanne, die ihn den Sieg kostet -  mit 8:08:18 das Trio komplett. Bei den Frauen gibt es eine würdige neue „Queen of Roth“: Caroline Steffen. Sie kann das Rennen nach gesamt 8:40:35 Stunden ins Ziel bringen, 5:47 Minuten danach folgt die Niederländerin Yvonnne van Vlerken und nochmals knapp fünf Minuten später kommt mit Julia Gajer die erste Deutsche ins Ziel.

2014

Drei Jahrzehnte nach dem ersten „Franken-Triathlon“ feiern der ganze Landkreis Roth und der DATEV Challenge Roth das große Jubiläum „30 Jahre Triathlon in Roth“mit dem besten Starterfeld aller Zeiten. Der größte Langdistanz-Triathlon der Welt wird trotz extremer Wetterbedingungen ein glanzvolles Ereignis, das weltweit für Aufsehen sorgt. Verdient kann der Deutsche Timo Bracht mit einer Zeit von 7:56:00 Stunden bei seinem siebten Start zum ersten Mal das Rennen für sich entscheiden. Zweiter wird Nils Frommhold, Dritter der Spanier Eneko Llanos. Bei den Frauen siegt erwartungsgemäß die amtierende Hawaii-Siegerin Mirinda Carfrae (8:38:53 Stunden). Rachel Joyce (GB), folgt auf Rang zwei, die Schweizerin Caroline Steffen wird Dritte. Und noch eine Frau kann das Publikum begeistern: die 83-jährige US-amerikanische Nonne Sister Madonna Buder bei ihrem ersten Start in Roth.

2015

Nach all den Superlativen des Vorjahres wird der DATEV Challenge Roth diesmal zum echten „Harmonierennen“ bei besten Wetterbedingungen und in entspannter Atmosphäre. Das  „Rother Sommermärchen“ dominieren diesmal Nils Frommhold und Yvonne van Vlerken. Wie schon im Vorjahr liefert sich Frommhold einen Zweikampf mit Timo Bracht, doch diesmal liegt der Potsdamer vorne und siegt in der drittbesten Zeit der Roth-Geschichte: 7:51:28 Stunden. Bracht als Zweiter und David Dellow (AUS) als Drittplatzierter komplettieren das Podium. Die „fliegende Holländerin“ Yvonne van Vlerken setzt sich nach einem spannenden Dreikampf zum dritten Mal nach 2007 und 2008 in Roth die Krone auf, ihre Zeit: 8:50:53 Stunden. Die Australierin Carrie Lester (8:53:09 Stunden) und die Nürnbergerin Anja Beranek (8:55:19 Stunden) sind nur geringfügig langsamer.

2016

Sensation zum 15. Challenge-Geburtstag: Der amtierende Weltmeister Jan Frodeno macht Roth das schönste Geburtstagsgeschenk, gewinnt das Legendenrennen in neuer Weltbestzeit von 7:35:39 Stunden und bleibt damit sechs Minuten unter dem bisherigen Rekord von Andreas Raelert aus dem Jahr 2011. Den Überraschungs-Zweiten Joe Skipper (Großbritannien, 7:56:23 Stunden) distanziert der Sieger um mehr als 20 Minuten. Titelverteidiger Nils Frommhold wird mit 7:57:49 Stunden verdienter Dritter. Bei den Frauen kann Hawaii-Siegerin Daniela Ryf (Schweiz) in unglaublichen 8:22:04 Stunden das Rennen gewinnen – in der drittbesten jemals erzielten Zeit auf der Langdistanz und nur vier Minuten langsamer als die unvergleichliche Chrissie Wellington bei ihrem Weltrekord 2011. Die Australierin Carrie Lester liefert als Zweitplatzierte mit 8:42:13 Stunden ebenfalls eine Top-Zeit ab und verweist Titelverteidigerin Yvonne van Vlerken (8:49:35 Minuten) auf Rang drei.