History sportlich - Triathlon in Roth

 

Was ist im Bezug auf die Beurteilung einer Sportveranstaltung aussagekräftiger, als die Meinung von Athleten, die bereits einmal oder auch schon mehrfach daran teilgenommen haben.

 

Nizza, Almere und Roth sind das Synonym für Triathlon-Langstreckengeschichte in Europa. Spätestens seit Mitte der 1980er sind Roth und Triathlon eine Synthese wie München und die Wies'n oder Lübeck und Marzipan. Die kleine Kreisstadt bei Nürnberg (25.000 Einwohner) mit dem großen sportlichen Ruf hat das Triathlon-Geschehen in Europa seit der sportlichen Hawaii-Reise von Detlef Kühnel 1982 kontinuierlich geprägt wie kein anderer Schauplatz - von der Bayerischen Meisterschaft bis heute zum größten europäischen Event dieser Art. Diese geradlinige und nachhaltige Entwicklung brachte der fränkischen Stadt eine ganze Reihe von Komplimenten seitens der Athleten und vor allem der Medien:


 

 

"Triathlon in Roth ist wie Tennis in Wimbledon" (Frankfurter Allgemeine)

"Best Old Race" (Prädikat inside Triathlon, USA)

"Die Triathlon-Traumfabrik" (Triathlon-Magazin)

"Deutschlands Triathlon-Festspiele" (RHV/Nürnberger Nachrichten)

"Gesamtkunstwerk Quelle Challenge" (Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung)

 

Signifikant für Roth war schon immer das massierte Auftreten von Top-Stars aus der Szene, wobei bei den Herren keinem der Gäste, nicht einmal den Hawaii-Siegern Mark Allen, Greg Welch oder Peter Reid ein Sieg gegen die starken Deutschen gelang. Der "Run auf Roth" war aber auch bei den Altersklassen deutlich sichtbar. Immer erst zum Jahresbeginn ausgeschrieben, bewarben sich bis zu 4.200 Aktive für eine Teilnahme. Die Folge war, dass bis zu 2.800 Plätze teilweise innerhalb von 14 Tagen völlig ausgebucht waren.
 

 

 
   
 

Ironman

       
           

1982

Detlef Kühnel aus Roth startet als erster Deutscher mit Manuel Debus auf Hawaii  

1992

  Ironman: Jos Everts, NL, Paula Newby- Fraser, ZIM, (WBZ 8:55:0)

1983

Kühnels zweiter Hawaii-Start  

1993

  Ironman: Christian Bustos, CHL, Katinka Wiltenburg, NL

1984

Detlef Kühnel organisiert den Franken-Triathlon in Roth (Kurz)  

1994

  Ironman: Jürgen Zäck, D, Paula Newby-Fraser, ZIM (WBZ 8:50:53)

1985

Detlef Kühnel richtet die Bayerischen Meisterschaften (Kurz) aus  

1995

  Ironman:Jürgen Zäck, D, Paula Newby-Fraser, ZIM

1986

Scott Tinley liefert sich mit dem damaligen deutschen Triathlon-Star Dirk Aschmoneit ein packendes Rennen bei der DM - das war der mediale Durchbruch für Roth

 

1996

  Ironman: L. Leder als erster SUB 8 (WBZ 7:57:02), Ute Mückel, D

1987

Europameisterschaft auf der Mitteldistanz in Roth  

1997

  Ironman: Luc v. Lierde, B, (neue WBZ 7:50:27), S. Latshaw, USA

1988

Erster Ironman: Axel Koenders, NL, (WBZ) und Rita Keitmann, D  

1998

  Ironman: Jürgen Zäck, D, Katja Schumacher, D

1989

Ironman: (Halbdistanz)  

1999

  Ironman: Jürgen Zäck, D, Joanne King, AUS

1990

Ironman: Pauli Kiuru, SF, und Jan Wanklyn, AUS  

2000

  Ironman: Lothar Leder, D, Heather Fuhr, CAN

1991

Ironman: Pauli Kiuru, SF, und Thea Sybesma, NL (WBZ 8:55:29)  

2001

  Letzter Ironman Europe *: L. Leder, D, Nina Kraft, D
 

*Frühjahr 2001: WTC-Präsident Lew Friedland stellte unakzeptable organisatorische und finanzielle Forderungen an Detlef Kühnel, der im Frühjahr 2001 im Vorstandskasino der Quelle vor Medien den Vertrag mit der WTC aufkündigt. Friedland vergab in der Folge die IM-Lizenz nach Frankfurt, unterlag jedoch, was die Zukunft des neuen Rennens in Roth anlangte einer völligen Fehleinschätzung, denn der Triathlon-Mythos des Klassikers brach mit dem Wegfall der Ironman-Marke keineswegs zusammen - sein positiver Ruf bezog weniger auf IM, sondern auf Roth selbst. Dank der Unterstützung vorausschauender Sponsoren, insbesondere Quelle und Post AG und dem Engagement neuer Partner aus der Region Nürnberg (N-Ergie, Sparkasse Mittelfranken-Süd) startete QCR getragen von unglaublicher Zuschauerbegeisterung unter neuer Leitung von Herbert Walchshöfer wie Phönix aus der Asche. 

 

   
 
 
 

Challenge Roth

       
           

2002   

Erster Quelle Challenge Roth (QCR): L. Leder, D, Nina Kraft, D  

2006

  QCR: McCormack (8:00:52), Joana Lawn, NZE

2003

QCR: Herzschlagfinale auf der Ziellinie Leder/McCormack, AUS, Nicole Leder, D  

2007

  QCR: McCormack SUB 8 (7:54:23), Yvonne van Vlerken, NED

2004 

QCR: McCormack SUB 8 (7:57:50) AUS, Nicole Leder, D  

2008

  QCR: Patrick Vernay (8:09:34), Yvonne van Vlerken, NED Neue Weltbestzeit (8:45:48)

2005

QCR: McCormack SUB 8 (7:58:45), Belinda Granger, AUS  

2009  

  QCR: GER Michael Göhner (07:55:53), GBR Chrissie Wellington Neue Weltbestzeit (08:31:59)

2010

CR: Rasmus Hennung DNK (7:52:36), Chrissie Wellington GB (8:19:13) neue WB   

2011  

 

CR: Andreas Raelert GER (7:41:33) neue WB, Chrissie Wellington GB (8:18:13) neue WB

 
 
 
 

Weltrekorde aufgestellt in Roth

     
           

SUB 8 Herren:

 

SUB 9 Damen:

 
9x, darunter   9x, darunter  

T. Hellriegel

1x (97)  

T. Sybesma

  1x (91)

L. van Lierde 

1x (97)  

P Newby-Fraser

  2x (92+94)

Faris AL-Sultan

1x (04)  

S. Latshaw

  1x (97)

J. Zäck

2x (97+99)  

Y. van Vlerken

  2x (07 + 08)

L. Leder

2x (96+97)  

J. Lawn

  1x (07)

Chris McCormack

2x (04+05)  

E. Csomor

  1x (08)
Rasmus Henning 1x (2010)  

G. Ferguson

  1x (08)
Andreas Raelert 1x (2011)  

B. Granger

  1x (08)
     

R.Keat      

  5x (07,08,09,10,11)
     

C.Wellington 

  3x (09,10,11)
                                                                                                               

                                                                                                         

 

Weltbestzeiten in Roth

     
           

1988

Axel Koenders (NL)   8:13:11    

1991

Thea Sybesma (NL)
(erste Athletin der Welt unter 9 Stunden)
  8:55:29    

1992

Paula Newby-Fraser (ZIM)   8:55:00    

1994

Paula Newby-Fraser (ZIM)   8:50:53    

1996

Lothar Leder (D)
(erster Athlet der Welt unter 8 Stunden)
  7:57:02    

1997

Luc van Lierde (B)  

7:50:27

   

2008

Yvonne van Vlerken (NL)   8:45:48    

2009

2010

2011

Chrissie Wellington (GBR)  

8:31:59

8:19:13

8:18:13

   

2011

Andreas Raelert (D)      7:41:33