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Quelle Challenge: Gute Beziehung zum Triathlonverband

Hickhack auch in München - "Terminschutz unter Käseglocke"


ROTH/TITTING - Diskussionen zur Terminüberschneidung von Quelle Challenge Roth und Rothsee-Triathlon 2007 begleiteten auch über weite Strecken die vierstündige Veranstalter-Tagung des Bayerischen Triathlonverbandes (BTV) im oberbayerischen Titting. Zu der routinemäßigen Konferenz waren erstmals auf Einladung des Präsidiums auch die Veranstalter der größten bayerischen Triathlonveranstaltungen, Gernot Weigl aus München und Herbert Walchshöfer aus Roth gekommen.

Walchshöfer hatte sich seit dem Namenswechsel von Ironman zu Quelle Challenge kaum mit der Verbandspolitik des BTV beschäftigt, weil seinerzeit auf Betreiben des mittelfränkischen BTV-Bezirks eine exorbitante Erhöhung der Verbandsabgabe im Vergleich zu Ironman zu einer finanziellen Schieflage der Veranstaltung im Startjahr führte. Seither hatten die Rother eine deutlich sechsstellige Summe an die Verbände überwiesen, eine Senkung auf ein bezahlbares Maß erfolgte erst 2005 nach Verhandlungen mit der Deutschen Triathlon Union (DTU). Die Rother Zahlungen bezeichnete denn auch der Sportwart des BTV, Wolfgang Pirl aus Kulmbach, als unverzichtbar und sehr hilfreich für die Arbeit der Verbände.

Dr. Edgar Michel, Vorsitzender des mittelfränkischen Bezirks, machte nach Antritt seines Amtes der Eiszeit zwischen der Großveranstaltung und dem BTV schließlich 2006 ein Ende und suchte das Gespräch mit dem QCR-Veranstalter. Dem folgte auf Einladung von Walchshöfer in Roth eine Aussprache mit BTV-Präsident Peter Pfaff zur Normalisierung der Beziehungen. Auch bei diesen Begegnungen ging es um die Terminprobleme der Veranstaltungen in der Triathlon-Hochburg, die jetzt beim Veranstaltertreffen nochmals thematisiert wurde. Dazu gab es aus Vereinssicht einige Vorschläge in Richtung Präsidium und TEAMChallenge. Walchshöfer bezeichnete diese als wenig hilfreich, denn schließlich befänden sich speziell Großevents nicht in einem behüteten Areal unter dem Schutz einer Käseglocke. Zu berücksichtigen seien Einflussfaktoren wie andere Großevents oder TV-Möglichkeiten, die wiederum vom Sportangebot diktiert werden. Und gerade die TV-Präsenz sei lebensnotwendig im Gespräch mit größeren Sponsoren. Eben genau diese Kriterien unterscheide ein lokal bedeutsames Ereignis von einem Event internationaler Prägung. Ein BTV-Trainer unterstrich diese Auffassung und meinte, dass in diesen Größenordnungen hinkünftig eher von Jahr zu Jahr disponiert werden müsse. Genau das will man hinkünftig tun. Immerhin wollen der Verband und die großen Paradeveranstaltungen in Zukunft versuchen, rechtzeitig Probleme zu erkennen und zu kanalisieren.

Der Münchner Veranstalter hatte wegen ähnlicher Probleme wie in Roth vor wenigen Tagen sogar die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft an die DTU zurückgegeben, was allerdings in Titting korrigiert werden konnte. Trotzdem verließ Weigl, der auch den München-Marathon ausrichtet, schon zu Beginn der Veranstalter-Sitzung die Versammlung, weil ihm trotz ruhiger Rede das Wort entzogen wurde.

In nächster Zeit wollen hohe Repräsentanten des BTV übrigens nochmals versuchen, eine Entzerrung in Roth zu erreichen. Der Quelle Challenge ist mittlerweile terminlich von DTU und BTV akzeptiert und in Kürze mit über 4.000 Ausdauerathleten ausgebucht. Die Quartiere um das letzte Juni-Wochenende sind deswegen schon weitgehend blockiert - eine Verschiebung des QCR also auch aus Sicht der Verbände völlig unmöglich.





 
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